Über das ambitionierte Projekt haben wir ja schon im Mai kurz berichtet, mittlerweile zeichnet sich ein finaler(er) Look ab. Die visuelle Eigenständigkeit ist zum Glück weiterhin da, die rote Farbe im Drehring aber eher unglücklich gewählt. Und meine Meinung zum (optisch interessanten) Bandanstoss lässt sich aus Sicht der Variabilität auch relativ kurz zusammenfassen:
;-) Wer das Projekt auch in Zukunft mitverfolgen möchte, hier geht’s zur Facebook-Seite: Link
Voilà, hier ist sie nun also endlich in ihrer ganzen Pracht, die unter der Ref. 5018-1230-64 geführte X Fathoms von Blancpain, die heute Abend in Dubai enthüllt wurde. Die Uhr ist wie vermutet aufgrund ihres integrierten Tiefenmessers in der Lage, sowohl Maximal-Tiefen von bis 90 Meter zu messen und zu speichern (kleiner Zeiger mit roter Spitze) als auch gleichzeitig die aktuelle Tiefe dank dem zusätzlichen Zentralzeiger (gelbe Spitze) bis 90 Meter anzuzeigen. Der grosse blaue Zeiger misst für den Sporttaucher bis 15 Meter prominent als dritter im Bunde die aktuelle Tauchtiefe. Hierbei soll gar eine Präszision von +/- 30 cm erreicht worden sein.
Die retrograde Anzeige zwischen 10 und 11 Uhr ist für Dekompressionsstopps bis 5 Minuten gedacht. Aktiviert wird sie über den Drücker bei 10 Uhr.
Mit stattlichen 55.6mm Gehäusedurchmesser (Titan) und 24mm -höhe bleibt die Konzept-Neuheit bis mindestens 300 Meter wasserdicht, angetrieben wird sie wie ihre Schwester vom Inhouse-Kaliber 1315, mitsamt allen Komplikation neu als 9918B bezeichnet. Fast schon selbstverständlich gibt’s noch ein Heliumventil, unsichtbar hinter dem Gitter bei 2 Uhr ins Gehäuse integriert.
Angesichts dieser ersten Details wird man wohl kaum widersprechen können, wenn der Pressrelease mit den Worten
“[…] the most high-performance mechanical diving watch ever produced.”
beginnt. Die Rückseite ist eine wunderbare optische Homage an das No Radiation Symbol, die Funktion ist indes eine gänzliche andere:
Ein erstes Fazit: Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass die Fusion aus traditionellen Fifty Fathoms Design-Elementen und Hightech-Look so gut funktionieren würde und bin der Enthüllung entsprechend skeptisch begegnet. Jetzt muss ich gestehen, das Experiment ist grundsätzlich durchwegs geglückt, das fast Unmögliche eines vollständig mechanischen Tauchcomputers scheint in der Tat Realität geworden zu sein. Selbstverständlich ist man angesichts der Komplexität nicht nur beim Lesen gewisser Beschriebe schnell überfordert, auch der Blick aufs Zifferblatt lasst partiell etwas vergessen, dass es irgendwie auch noch um die Zeitmessung gehen sollte :-)
Kurz gesagt: Angesichts der mittlerweile etwas ermüdenden Jagd der Mitbewerber nach der tiefsten Taucheruhr hat Blancpain mit diesem faszinierenden Technologieträger eine perfekte Nische gefunden, erneut ein beeindruckendes Kapitel in der Geschichte der mechanischen Taucheruhr zu schreiben. Gratulation!
Unversöhnlich bleibe ich indes beim Launchclip: Das hätte man im Jahr 2011 wirklich liebevoller hinkriegen können… :-)
Heute Abend wird endlich enthüllt, was uns Blancpain die letzten Tage wie Speck durch den Mund ziehen wollte (obschon der Vergleich mit dem Speck hinkt, da ich mir die grauslige Qualität des Clips nach wie vor nur mit einem absoluten Mangel an Produktionszeit erklären kann): Die X Fathoms, die - Achtung Verschwörungstheorie - mit einem Tiefenmesser (hoffentlich mechanisch), erkennbar an der Membrane auf dem Gehäuseboden ausgestattet ist und die aktuelle Tiefe entweder in Faden oder Metern messen dürfte.
Wie schon bei der Premiere in Cannes 2007 wird auch der mehrfache Weltrekordhalter im Freitauchen, Gianluca Genoni voraussichtlich wieder mit von der Partie sein.
Gewählt wurde für den Launch das in der Dubai Mall beheimatete Aquarium (entweder weil's dort ja schon eine Blancpain Boutique hat, oder weil vielleicht das gediegenere dafür weniger tiefe Aquarium des Atlantis’ nicht in Frage kam). Das Aquarium kann wie dessen umgebende Einkaufsumgebung mit dem einen oder anderen Rekord aufwarten (und wir zitieren ausnahmsweise die englische Wikipedia, weil's in der deutschen ein paar Unkorrektheiten hat):
“The Mall's Dubai Aquarium [...] officially earned the Guinness World Record for the world's "Largest Acrylic Panel" (32.88 m wide × 8.3 m high × 750 mm thick and weighing 245,614 kg) [...] can withstand pressure of 10 million litres of water used in the aquarium, but its transparency gives visitors clear views of over 33,000 marine animals on display. [...] The ten million liter aquarium tank is the largest suspended aquarium in the world”
Wie man bei rund 10 Metern Höhe/Tiefe den Tiefenmesser aussagekräftig demonstrieren will, erschliesst sich mir aber noch nicht ganz... vielleicht ist's ja doch kein Tiefenmesser, sondern ein integriertes Messgerät zur Messung der Acryl-Stabilität... ;-)
PuristS-/Watchtime-Mitglied DonCorson ist auf seinem Besuch der kürzlich durchgeführten Manufakturmesse Baden-Baden nebst zahlreichen Schönheiten auch einem Zeitmesser begegnet, der gut hierhin passen dürfte: Die gezeigte Kreation (vermutlich auf Basis ETA 2824) von Borgward verfügt über einen Drücker in der Gehäuseseite, der stark nach Drehring-Entsperrung riecht. Nachdem das Modell aber auf der Website der jungen Marke derzeit nicht geführt wird, bleibt die eindeutige Identifikation der deutschen Uhr vorerst eher Spekulation… ;-)
Erstes Fazit: Interessanter Ansatz, Zeigerspiel/Zifferblatt dürften aber ruhig etwas sportlicher werden.
Den ganzen (mehr als sehens-/lesenswerten Bericht) gibt’s übrigens hier: Teil 1 / Teil 2
“This is the genesis of the Heuer divers, the daddy. Heuer wanted to get into the skin diver / sports watch market, but didn't want the expense of tooling up.. so in the late 70's they outsourced the tooling to Monnin in France.. and they proved popular, so manufacture was eventually move to Switzerland & the rest is history.”
Gelungene Kurz-Vorstellung eines Vintage-Klassikers mit noch gelungeneren Bildern: Link
Ok, nachdem die gerenderte Filmkiste (siehe hier) aufgrund der grausligen Qualität bislang eher Schlimmes befürchten liess, lässt mich der heute publizierte Lumeshot frontal doch wieder etwas aufatmen… Blancpains demnächst zu enthüllende Erweiterung der Taucherlinie scheint sich am Rest der Familie zu orientieren. Und dürfte wohl die Tiefe in Faden, resp. Metern in Zehnerschritten oder was auch immer messen…
Uhrforum-Mitglied “uhrensammler” hat bei seinem Besuch im Juli in Basel bei Zeno eine neue Taucheruhr ausgemacht, die’s mit schwarzem und hellem Blatt geben wird:
“Die Uhr ist schon ein ziemlicher Klopper, mit ca. 250g Gewicht und 48 mm Durchmesser.”
Die Lünetteneinlage riecht nach Keramik. Positiv aufgefallen: Die abgeschrägten Fräsungen an Ring und Krone.
Ein kurzer Bahnhofstrassen-Check offenbart: Die Neuheit ist mittlerweile in den Läden eingetroffen. Der offizielle Listenpreis ist damit auch endlich bekannt: CHF 17’900.-
Die bis 3’000 Meter wasserdichte Ball Engineer Hydrocarbon DeepQuest (Ref. DM3000A-SCJ-BK) wurde inoffiziell ja bereits an der letzten Baselworld gezeigt/vorgestellt (siehe hier), in den kommenden Wochen erfolgt nun endlich die Auslieferung in die Fachgeschäfte (mehrheitlich Asien).
m.M. handelt es sich bei der Uhrenneuheit um die optisch bisher interessanteste Taucheruhr der Marke mit den charakteristischen Leuchtröhrchen, deren Titangehäuse als Besonderheit
“This exceptional water resistance has been made possible in particular by machining the entire case out of a single block onto which the bezel is directly screwed.”
Der Preis für die COSC-zertifizierte Uhr liegt bei U$ 3’999.00, im Innern zum Einsatz kommt ein ETA 2892. Zifferblätter sind entweder schwarz (rechts oben abgebildet) oder silber erhältlich. Link
Als Botschafter der Uhr amtet erneut Guillaume Nery, hier bei einem früheren Rekordtauchgang:
Die Thüringer Uhrenschmiede Vintage VDB ist bei Ihrem ersten Serienuhrenprojekt “Twenty Eleven” einen grossen Schritt in Richtung hin zur Auslieferung weiter gekommen, wie das Bild links beweist…Wobei Kleinserie vermutlich zutreffender ist: Insgesamt sollen von dem besagten Modell nämlich nur 200 Exemplare gefertigt werden, die zu einem Stückpreis von 990 Euro bestellt werden können.
Im Innern der 43mm grossen Uhr kommt ein aus alten Lagerbeständen ergattertes ETA 2873 zum Einsatz.
Alle Infos und weitere Bilder zur Uhr gibt’s hier: Link
Clerc spendiert laut Pressemittelung seiner bis 1’000 Meter wasserdichten Hydroscaph GMT ein Stahlgehäuse und neue Farben. Angetrieben wird das eigenständige Modell mit Drehringsperre vom C606 Kaliber mit zweiter Zeitzone bei 12 Uhr, das Werk selbst ist sichtbar durch den (winzig kleinen) Sichtglasboden.
Viel mehr Bling geht dann wirklich nicht – eine – um es neutral zu formulieren - etwas ungewöhnliche Deepsea, kürzlich auf rolexforums.com vorgestellt. Sehr treffend und erfreulich selbstironisch formuliert:
“Now let the "If I had $50k to burn... that's not what I would do with MY money" comments begin…”
Von Citizen gibt’s per Ende Oktober ein neues Tauchermodell. Gestalterische Risiken wollte man bei der 200m wasserdichten Uhr augenscheinlich wohl nicht eingehen, aber spätestens bei der zu kleinen Krone hätte jemand einschreiten sollen…
Drei Versionen der 43.5mm grossen Uhr werden zu Beginn weg erhältlich sein, die hier abgebildete blaue (NY6020-54L) Variante, eine schwarze (NY6021-51E) sowie eine schwarz-goldene bicolor (NY6024-53E).
Die Preise für sämtliche Versionen liegen bei rund 400 Euro (42’000 Yen mit Stahlband), beim Werk handelt es sich ums allseits bekannte 8203.
Die Marke mit den kubanischen Wurzeln präsentiert rechtzeitig zum Herbstbeginn ein neues 43mm Modell mit äusserem Countdown-Drehring:
“[…]This dive watch, whose modular case is crafted from steel, titanium and rubber, is water-resistant to 1,882 feet, a symbolic depth as Cuervo y Sobrinos was founded in 1882. This accomplished timepiece combines ruggedness, sporting style and comfort without forsaking the excellent legibility of its dial with its dual time function.”
Ok, mit 100 Metern Wasserdichtheit handelt es sich bei dieser Neuheit von Victorinox eher um keine waschechte Taucheruhr, aber der generelle Look und der Drehring waren Grund genug für eine kurze Vorstellung hier…
Zu den Facts: Der neue Swiss Army Alpnach Black Ice Chronograph von Victorinox kommt mit PVD-Gehäuse und Valjoux 7750 zu einem Preis von 1’995 Euro. Der Durchmesser beträgt 44mm.