Sonntag, Oktober 31, 2010

Bombfrog Automatik

BombfrogEODTechn Auch wenn mein persönlicher Hunger nach Kleinstauflagen von Taucheruhren-Start-ups derzeit eher etwas überstrapaziert wird, so dürfte die auf je 100 Exemplare limitierte (100 Stahl, 100 PVD) Uhr namens Bombfrog (Fehlübersetzung von Knallfrosch?) mit einem Preis in der “I believe it will be in the $300 range.” immerhin eher attraktiv ausfallen. Aber, und deshalb mag ich Berichte vor der Produktion solcher Uhren i.d.R. nicht so, man wird sehen, ob und zu welchen Konditionen die Uhr schlussendlich realisiert werden wird.

Als Antrieb bringt der 44mm Bombenfrosch ein “Seiko NH15 Automatic movement” mit, der Rest klingt und scheint eher wenig exotisch.

Wer dennoch mehr wissen will: mehr Details zum Projekt gibt’s hier unter diesem Link                              via / Quelle Bild: Bradystraps

Samstag, Oktober 30, 2010

Marcello C: Hydrox Diver

marcello_c_hydrox Noch eine der Uhren, die mir bislang irgendwie unter dem Radar durchgetaucht ist: Die von Marcello C im betont technischen Look gehaltene Hydrox ist bis 300 Meter wasserdicht und kommt im geschwärzten Gehäuse (die roten Farbakzente sind einmal mehr eher sinn-los bei einer Uhr, die unter dem Meeresspiegel zum Einsatz kommen soll, aber wie oft soll ich’s noch sagen…).

Der Preis liegt gemäss Uhren-Magazin bei knapp 1000 Euro. Weitere Infos gibt’s derzeit nicht, nachdem selbst die Herstellersite nicht viel über das Modell zu berichten weiss.            
© Bild Marcello C

Freitag, Oktober 29, 2010

Porsche Design: Wann kommt die Neuauflage der Ocean 2000?

porsche_design_p6530_heritage_chrono Wer momentan etwas genauer hinschaut, entdeckt auch bei Porsche Design eine zunehmende Orientierung an der Vergangenheit: So ist die kürzlich lancierte P’6530 Heritage (siehe Abbildung) der erste Vertreter der neu geschaffenen Heritage-Kollektion, die in den kommenden Jahren noch um verschiedene Modelle erweitert werden dürfte.

Und hier kommt dann eben mein Kommentar vom letzten Mai ins Spiel, als bei der Lancierung der P’6780 Diver relativ offensiv ein paar historische Verbindungen gemacht wurden, die ich persönlich etwas lückenhaft empfunden habe. Um mich selbst zu zitieren:

“Ebenfalls leicht irritierend ist die Aussage in der Pressemitteilung, die “The P’6780 Diver succeeds the well-known Ocean 2000 – Porsche Design’s first diving watch, designed by company founder Prof. F. A. Porsche in 1983.”, nachdem hier nun offensichtlich eine nicht unbedeutende Schaffhauser Komponente mit drei Buchstaben ausgelassen wird, die bei der damaligen Konstellation von 1978 bis 1997 eine ziemlich gewichtige Rolle gespielt hat.”

Unter diesem Aspekt würde es mich also nicht (mehr) überraschen, wenn wir, sagen wir in den nächsten 24 Monaten, einen weiteren Klassiker innerhalb dieser Heritage-Kollektion begrüssen könnten, der schon einmal den Namen Porsche Design (mit)getragen hat: Die Ocean 2000… mal gucken.

Doxa: 10th Anniversary Sub (Update)

Doxa_4000T_dial Was sich so langsam zu einem der am meisten gekünstelten “Launch-Abenteuer” im Uhren-Web entwickelt, erfährt jetzt einen weiteren Höhepunkt: Doxa hat sich herabgelassen, uns Normalverbrauchern mit dem Zifferblatt zur 10-Jahres-Edition einen weiteren Hinweis zu liefern, wie die rund 1200 Meter wasserdichte Uhr aussehen wird.

So wissen wir jetzt also, dass die neue Sub nebst Kronenschutz unter anderem auch eine Gangreserve-Anzeige für den “Safe Dive” haben wird (und damit vermutlich auch über ein ETA 2897). Die Indexe sind nicht aufgesetzt, sondern “painted indexes” und wem das Gezeigte nicht gefällt, möge seine Meinung bitte für sich behalten:

“Finally, if you dont like what you see, and prefer another DOXA model, please keep your opinion for yourself, as this is not a poll about what we all like and dislike, this is the sum of 10 years of collected feedback from DOXA customers united in 1 watch,…”

Ebenfalls steht nun fest, dass es von der Uhr zwei Lünettenversion geben wird – einmal mit Saphirglaseinlage (ebenfalls ein Novum bei Doxa) und einmal mit der regulären Ausführung:

“When the watch is released it will have the standard DOXA no-deco dive bezel. A few weeks later it will be available with a new sapphire bezel insert with elapsed dive time in Superluminova! These bezels will NOT be interchangeable. So get one of each.”

© Bild: Doxa - mehr gibt’s hier: Link

Donnerstag, Oktober 28, 2010

Mercure: Bellagio II Professional

mercure_bellagio_II_chrono © Mercure

Aus Lörrach kommt ein neues Uhrenmodell, das zumindest auf den ersten Blick in die Kategorie Unterwasseruhr passt: Die Mercure Bellagio II Professional kommt als Dreizeigeruhr (ETA 2824) und als Chrono (Valjoux 7750) wie oben abgebildet; bei beiden Uhren ist das Gehäuse PVD-beschichtet und beide besitzen einen Innendrehring aus Carbon, der sich über eine (knapp sichtbare) Krone bei 10 Uhr einstellen lässt. Als Preise werden 990 Euro für den Chrono, 490 für die Dreizeigeruhr aufgerufen.

via

Mittwoch, Oktober 27, 2010

LÜM-TEC: 500M Series M3

lumtec_500M3 © LÜM-TEC

Was sich mit “Bead blasted Titanium Carbide dark charcoal PVD hard coating. Black dial.” tendenziell etwas schwierig liest, wirkt auf den ersten Bildern dafür ziemlich beeindruckend: Die geschwärzte Version der 500M Series von LÜM-TEC kann wohl definitiv als Eye-Catcher bezeichnet werden.

Verbaut wird laut Website ein SII NH15 Werk (ein Derivat von Seikos 6R15 Kaliber), das bis 500 Meter trocken bleiben sollte. Durchmesser beträgt 44mm bei stattlichen 18.5mm Höhe. Preislich liegt die normale Stahlversion bei rund 700 Dollar, die hier gezeigte Version müsste theoretisch etwas teurer sein. Mehr Infos hier: Link

via

Dienstag, Oktober 26, 2010

Uhrmechanik: Camo Knight 1000m Diver

uhrmechnaik_camo_knight Da soll noch einer sagen, Werbung funktioniere nicht: dank einer Anzeige auf Ariels “aBlogtoread.com”, bin ich soeben über die Marke Uhrmechanik gestolpert, die derzeit einen unspektakulären, aber gefälligen 1000-Meter-Diver im geschwärzten Gehäuse im Sortiment hat.

Als momentan jüngerer Vertreter der überschaubaren Kollektion gibt’s das Modell in vier Ausführungen; hier abgebildet ist die auf “Camo Knight” getaufte Version mit schwarzer Leuchtmasse auf schwarzem Blatt.

Passend dazu gibt’s dazu natürlich ein PVD-Gehäuse, während sich die rote Drehring-Beschriftung wiederum a) wenig ans Stealth-Thema halten mag und b) dem Taucher unter Wasser wenig Freude machen dürfte.

Die Daten: 45mm Durchmesser bei 17mm Höhe, zum Einsatz in der “Made in Germany” Uhr kommt das allseits beliebte ETA 2824. Das etwas weniger beliebte Preisschild trägt beim Online-Retailer SuperChrono in Singapur indes die Aufschrift “2812 Dollar”.

Mehr Infos gibt’s hier und hier.

Deep-Sea Special in action: Tourneau Time Machine Event

A Trip Through Rolex Sport Watch History from Hodinkee on Vimeo.

Während ich selbst es um zwei Wochen verpasst habe, meinen nächsten Besuch in New York mit der Rolex-Sonderausstellung “50 Years of Underwater Heritage” bei Tourneau zu synchronisieren, hat Hodinkee ein paar Impressionen zu einem Clip zusammengefügt – inklusive laufender Deep-Sea Special in der zweiten Hälfte. Besonders faszinierend.

Mehr zur Uhr gibt’s hier: Link

Montag, Oktober 25, 2010

VDB Vintage: Heavy Metall fürs Handgelenk

Was bei der Harley ja fast schon Pflicht ist, geht natürlich auch bei Uhren: In Thüringens Landeshauptstadt Erfurt finden Fans von Kleinstauflagen, auf Neudeutsch “Custom Jobs”, mit dem Anbieter VDB’s Mods eine weitere Option für maximale Individualität am Handgelenk: Hier entstehen nämlich laut Website “ausschliesslich mechanische Uhren. Diese werden zwar mit Hilfe alter Formensprache entworfen und unter Wahrung handwerklicher Tradition gefertigt, sie sind aber dennoch eigenständig, technisch ausgereift und zeitlos.”

vdb_base_II
Konkret heisst das, dass beispielsweise wie beim hier gezeigten Modell VDB Base II ein altes Werk von Universal Genève (natürlich mit Microtor) in eine der Vergangenheit entlehnte, eher brachiale Gehäuseform à la BP Fifty Fathoms “Bund” kommt und so ein (getreu der Firmenbezeichnung) gealterter, resp. auf “Vintage” getrimmter Klassiker entsteht, der sich dennoch nirgends einordnen lässt und in seiner Grobschlächtigkeit einen herrlichen Kontrast zu den im Extremfall pastellfarbenen Taucheruhren-Interpretationen anderer Hersteller bietet.

vdb_base_II_black
vdb_base_II_brown_destro
VDB_SE_II_PVD
VDB Base II mit schwarzem ZB und Drehring
VDB Base II mit braunem ZB und Drehring als “Destro-Modell” für Linkshänder
VDB Base II mit PVD-Beschichtung

Die wunderbar reduzierte, 12eckige Taucher-Lünette lässt sich nur in 5-Minuten-Schritten einrasten, die Uhr selbst ist mit einem Durchmesser von 46mm und 19mm Höhe bis 200 Meter wasserdicht.
Verbaut werden bombierte Plexigläser von 8mm Dicke, alternativ gibt’s nebst Links- und Rechtshänder-Varianten auch eine PVD-Option sowie im Extremfall ein Bronze-Gehäuse und weitere Zifferblatt- oder Werk-Alternativen (bspw. Vintage Rolex-Werke). – Und vermutlich lässt sich bei einem auf Custom Jobs spezialisierten Anbieter auch sonst noch jeder Wunsch realisieren.

Ich für meinen Teil stecke wohl viel zu stark in der korrekten Historie der Taucheruhr fest, als dass ich bei dieser Form des Uhrenbaus ernsthaft in Versuchung geraten könnte. Und mit Hommagen à la Panerai wird die Grenze zwischen Inspiration und Nachbau dann für meinen Geschmack etwas zu stark überschritten. - Ich muss aber zugestehen, dass das eine oder andere Modell der hier gezeigten Uhr wirklich gelungen und als Gesamtkomposition entsprechend reizvoll ist. - Ein faszinierendes Stück Heavy Metall eben.

In diesem Sinne: Wer als bekennender Individualist schon alles (gesehen) hat, dürfte bei den Military-Style-Uhren von Stephan Obst vielleicht sein perfektes Objekt der Begierde finden: Link

© Bilder: VDB

Freitag, Oktober 22, 2010

Doxa: Shark Ceramica

Doxa_DO127SOR Nachdem es nach wie vor nicht ganz logisch, aber mittlerweile immerhin kein Geheimnis mehr sein dürfte, dass Doxa teilweise ziemlich unterschiedliche Preis-/Produktstrategien in unterschiedlichen Märkten fährt (siehe bspw. auch eines meiner früheren Postings hier), kommt mit dem Launch der asiatischen Website noch etwas mehr Verwirrung in die Sache, tauchen doch damit auch ein paar bislang eher nicht gesehene Modelle auf.

Doxa selbst findet dazu:

“…this site is the new Chinese DOXA website, it is operated by DOXA in China which is a, This site is under construction and should actually not be online yet, it contains outdated DOXA models that are partially 15 to 25 years old and are out of production. The Site will be edited and especially, alle the references to former DOXA service centers worldwide, especiall the joke with the US service center being in Djibouti.”

Unter diesem Aspekt wäre es somit eigentlich schwierig, die auf der Site als “Shark Ceramica Collection” bezeichnete Linie mechanischer Taucheruhren korrekt einzustufen, hätte ein aufmerksamer Leser die Linie nicht schon mal im Frühling angekündigt. Hinzu kommt die Keramik-Einlage, die’s bislang bei Doxa so noch nicht gegeben hat.

Damit zurück zur Uhr: Die als DO127… geführte Referenz (oben die DO127SOR, also orange) ist bis 300 Meter wasserdicht und kommt derzeit gemäss Website in fünf Ausführungen:

doxa_shark_ceramica_collection  © Bilder: Doxa

Der Durchmesser beträgt etwas mehr als 42mm bei rund 14mm Höhe, als Antrieb kommt ein ETA 2824 zum Einsatz, punkto Preis wurde letzten Mai mal “$1990.00 + $45.00 shipping” genannt, wobei hier nicht ganz klar ist, wie gross der evtl. darin enthaltene Abschreckungsanteil für Non-Asia-Kunden ist.

Mehr hier: Link

Dienstag, Oktober 19, 2010

FdR: El Pleamar

pleamar © Pedro Izquierdo

Auch bei den Kollegen im spanischen Foro de Relojes hat es das Projekt “Forumsuhr” schon ziemlich weit gebracht. Im Vergleich zu Watchuseek setzt man hier aber aufgrund der dort bspw. äusserst beliebten Legend Diver von Longines auf die Variante mit innenliegendem Drehring (à la Compressor-Gehäuse).

pleamar_illu Das “El Pleamar” (Flut) getaufte Stück wird in einer Auflage von 2 x 100 Stück (einmal mit Datum, einmal ohne) angeboten, bis 200m wasserdicht sein und derzeit durch Pedro Izquierdo realisiert. Und es scheint, dass auch hier vermutlich alle Stücke schon einen Besitzer haben, die es kaum abwarten können.

Der Preis der 42mm grossen Uhr bewegt sich offenbar “entre 450 y 500 euros”.

Mehr Bilder und Informationen gibt’s hier: Link & Link

Rolex Divomet Tiefenmesser

rolex_divomet © Christies.com

Ein spektakuläres Auktionat wartet derzeit bei Christie’s auf einen Käufer (Auktion vom 15. November 2010):

“An extremely rare and unusual aluminium and bakelite pressure gauge prototype
Signed Rolex, Divomet, R D 14 x, circa 1955 […] Unknown to literature, the Rolex "Divomet", certainly standing for "diving meter", never went beyond the prototype stage.”

Mehr Details gibt’s hier: Link 

via

Freitag, Oktober 15, 2010

Watchuseek: The Dive Watch Project

wus_dwp_he_valve © Bilder: Boschett

Während in Foren die Erwähnung des Begriffs “Forumsuhr” nicht immer zu einem handfesten Resultat, dafür aber oftmals zu um so hitzigeren Diskussionen führt, scheint man beim “Dive Watch Project” auf Watchuseek bislang nicht vom ursprünglich eingeschlagenen Weg abgekommen zu sein: nach monatelangen Diskussionen anhand von Renderings tauchen nun die ersten realen Aufnahmen eines Prototyps auf, der sich erstaunlich nahe an den ersten Entwürfen orientiert. – Meinen persönlichen Geschmack hat der Entwurf zwar von Anbeginn an verfehlt, aber nachdem das Projekt mit relativ wenigen Komprissen nun so weit gekommen ist, verdient es seine längst überfällige Erwähnung hier ohne Zweifel.

wus_dwp Als quasi offizielles Kind von Watchuseek trägt die primär von Fidel Chirtes (Design), Jim “RhinoRanch” (“master facilitator”) und Keith Boschett (Boschett Timepieces) umgesetzte Uhr auch das Watchuseek-Logo. Insgesamt sollen von der 1’000 Meter wasserdichten Uhr 100 Stück produziert werden, die um die 800 Dollar kosten dürften. – Und wie es scheint, sind alle Uhren bereits weg: “The website is now showing the DWP as completely sold out.” – Congrats!

Mehr Details zur Uhr und Entstehungsgeschichte gibt’s hier: Link

Mittwoch, Oktober 13, 2010

Ein Idol, zwei Hommagen und eine Kritik – Crepas und Helson

Die derzeit erstaunliche grosse Anzahl von jungen, kleinen Marken, die sich primär im mechanischen Taucheruhren-Segment behaupten möchten, basiert meistens auf dem geäusserten Wunsch, eine wirkliche Option zum bestehenden Angebot bieten zu wollen. Dieser hehre Antrieb aus Passion scheitert dann aber oftmals am Mut oder an der Komplexität und somit an der wirtschaftlichen Realität des Projektes und mündet so (Option 1) im Einkauf einer bestehenden Private-Label-Uhr, die mit neuem Zifferblatt-Aufdruck angeboten wird. – Ein völlig normales Prinzip, das schon seit Jahrzehnten dafür sorgt, dass Endkonsumenten ein erprobtes Produkt zu moderaten Preisen kriegen und in Zeiten des Direktvertriebs via Internet auch weniger Investition in den Aufbau einer eigenen Distribution erfordert.

Oder es bleibt (Option 2) im schlechtesten Fall beim gerenderten Bild eines Prototyps*, der in Blogs und Foren kurzfristig für etwas Gesprächsstoff sorgte; oder im besten Fall (Option 3) dürfen wir uns über die Ausdauer des Herstellers und somit der tatsächlichen Lancierung einer eigenständigen Produktneuheit freuen – unabhängig davon, ob diese nun unseren Geschmack trifft, oder eben nicht.

Eine andere Alternative (Option 4) stellt die Orientierung an bestehenden Designs dar. Beispielsweise bei Ocean7 konnte man so mit der nicht ganz zufällig Ploprof benannten LM-7 miterleben, wie nach ursprünglicher Wahl der Option 3 die Anlehnung an bestehende Designs offenbar kurzfristig verlockender geworden war, als selbst ausschliesslich auf eigene Produkte zu setzen.

Unter dem Deckmantel der “Hommage” tauchen somit immer wieder mal Anleihen der grossen Klassiker auf, und derzeit kommen gerade zwei solcher Hommagen der ebenso gesuchten wie legendären Omega Seamaster 1000 (mehr dazu hier im Abschnitt 1971) auf uns zu: Von Crepas mit der in Anlehnung an den Spitznamen der Uhr „Le Grand“ getauften Uhr, und von Helson mit der „SeaSharkmaster“, die sich optisch nochmals näher am Vorbild orientiert.

crepas_le_grand helson_sharkmaster
Das Original: Die 1971 lancierte Seamaster 1000 (Ref. ST 166.0093) von Omega – eine der seltensten Taucheruhren der Marke Die Hommage: Die bis 1200 Meter wasserdichte Crepas Le Grand.


© Bild: Crepas
Die noch näher ans Vorbild angelegte zweite Hommage: Helson Sharkmaster.

© Bild: Helson
 

Während Crepas so quasi den Markteintritt wagt, ist Helson mit der Sharkmaster erstmals auf den Hommagen-Zug aufgesprungen, nachdem bislang Private-Label-Erzeugnisse aus Fernost angeboten wurden. Dass beide Marken jetzt mit dem selben Vorbild antreten, könnte entweder mit einer identischen Produktionsquelle zusammenhängen oder ganz einfach Zufall sein. - Hingegen ist für meinen Geschmack, ungeachtet der rechtlichen Lage, hier einmal mehr die feine Grenze deutlich übertreten worden, wenn aus einer Hommage ganz einfach eine Kopie wird.

Selbstverständlich kriegen hier Fans endlich die Chance, eine vergleichsweise bezahlbare 1000er ohne Panik tragen/besitzen zu können; aber es bleibt m.M. ganz einfach die Kopie eines Produktes einer Marke, die nach wie vor am Markt operiert; und das selbe Argument könnte somit auch jeder Fake-Träger einer aktuellen Luxusuhr bringen. Und damit entfällt auch das eingangs erwähnte Motiv der Passion, während das blosse Gewinndenken in den Vordergrund tritt und die Marke sich damit langfristig um Sympathien bringen könnte. - Und dass die Kopie nun selbst kopiert wurde, entbehrt auch nicht einer gewissen Ironie…

Wen das alles nicht stört: Mehr Informationen zu den beiden Uhren gibt’s hier:

Le Grand / Sharkmaster

*was bei mir zur Regel geführt hat, erst dann über solche Neuheiten zu berichten, wenn erste Real-Bilder erhältlich sind.

Dienstag, Oktober 12, 2010

Independent Watch

independent_dive_watch Für all diejenigen Leser hier, die bislang nicht wussten, dass der japanische Uhren- und Uhrwerkhersteller Citizen unter der Bezeichnung “Independent” noch eine weitere Marke in petto hat (und da gehöre ich übrigens auch dazu), präsentieren wir heute stellvertretend eines der wenigen mechanischen Modelle der mit grosser Wahrscheinlichkeit ausschliesslich in Japan erhältlichen Kollektion.

Selbstverständlich ist die links abgebildete als Ref. ITX21-5182 geführte Uhr keine Hardcore-Taucheruhr, aber immerhin verfügt das 174g schwere Zeiteisen nebst buntestem Stilmix auch über etwas, das man als Drehring bezeichnen kann...

Das Modell ist in mehreren Varianten (darunter auch eine gänzlich schwarze) erhältlich und kostet je nach Ausführung so um die 350 Euro. Mehr Details gibt’s hier: Link

independent_dive_watch_2 Als optisch gelungener dürfte die rechts abgebildete und mit ¥19,000 bedeutend günstigere ITA21-5221 bezeichnet werden – hier drängt sich nebst eindeutiger optischer Zugehörigkeit zum Tauchersegment aber der Verdacht auf, dass die Neuheit – wie übrigens die Mehrheit der Kollektion - doch eher von einem Quarz-Werk angetrieben wird…

Mehr dazu hier: Link

via     /     © Bilder: Citizen Watch Co.

Montag, Oktober 11, 2010

Doxa: 10th Anniversary Sub

10yrs_LE_Doxa_Sub Während in den letzten 10 Jahren seit der erstmaligen Neuauflage der Doxa Sub vielleicht ab und zu eine Tendenz zu einer leichten Inflation an limitierten Versionen zu beobachten war, liegt der für nächsten November angekündigten limitierten Edition doch wieder ein sehr nachvollziehbares Motiv zu Grunde: Ihr Ziel ist es nämlich, ganz einfach die zehn vergangenen Jahre limitierter Editionen gebührend zu feiern.

Lässt man jetzt aber hingegen mal jeglichen Zynismus weg, so verbirgt sich hinter dem im Ankündigungspost kürzlich verwendeten Beschreibungstext:

“Diameter 47.00mm including crown protection, which is now an integral part of the case.”

tatsächlich ein neues Designmerkmal, das mich neugierig gemacht hat: eine Sub mit integriertem Kronenschutz deutet in der Tat auf eine neue/freiere Interpretation des Themas hin; und mit 16mm Höhe bei 47mm Durchmesser zudem auch eine ziemlich hoch bauende. Doxa selbst findet deshalb auch, dass sich die Kunden auf eine Neuheit freuen dürfen, die “what we believe to be the biggest evolution of the DOXA SUB since 1967” darstellt. Mal gucken…

Die restlichen Details gibt’s hier.