Montag, August 30, 2010

Uhren-Magazin 9/2010: Taucheruhren à Discretion

uhren-magazin-9-2010 Wer gerne wieder mal Papier in die Hand nehmen will, kann sich jetzt auf den Weg zum Kiosk machen: Rechtzeitig zum Ausklingen des Sommers präsentiert das deutsche Uhren-Magazin in seiner September-Ausgabe nämlich punkto Quantität eine vermutlich bislang einzigartige Fülle an Taucher-Themen: Angefangen mit einem Portrait der neuen Royal Oak Offshore Diver von Audemars Piguet (siehe hier) hin zum ersten Teil des Praxis-Tests “Taucheruhren im Härtest” und noch ein paar weiteren thematischen Streifschüssen (bspw. Titangehäuse) dürfte sich ein Kauf für Lünettophile wieder mal eher lohnen, auch wenn nicht alle Schlussfolgerungen des Tests mit meinem persönlichen Eindruck übereinstimmen.

Im Test vertreten ist übrigens eine eher überraschende Auswahl an Uhren von Gucci, Stowa, Victorinox, Kadloo, Laco und Seiko.

Und fast noch überraschender: Das hier war soeben der 600. Blog-Post… ;-)

Sonntag, August 29, 2010

Neue Seiko 5 Sports Diver

new_seiko_5_yeoman Während Vertreter von Seikos 5er Reihe aufgrund der eher knappen Wasserdichtheit von 100m ja nur selten als standesgemässe Taucheruhren durchgehen, stimmen dafür nebst Preis meist auch die optischen Vorzüge einzelner Modelle. Und genau das trifft m.M. auch wieder auf die soeben lancierte Uhr zu, die Yeoman vor Ort in Singapur entdeckt hat:

Eine grundsolide Sportuhr in Taucher-Optik, die’s u.a. sowohl mit überraschend gut wirkenden Gold-Akzenten (Ref. SNZH57K) gibt, als auch in der hier abgebildeten Variante mit klassisch silberfarbenen Elementen (Ref. SNZH59) oder mit weissem Blatt (Ref. SNZH51K1). Dazu kommen u.a. noch geschwärzte Gehäuse-Optionen. new_seiko_5_yeoman_detail

Im Innern der bis 100m wasserdichten Uhr kommt vermutlich wie gewohnt ein 7S36 zum Einsatz, während der eigentliche Knüller vermutlich in der Lünette zu finden sein dürfte: Ich könnte anhand des Bildes nämlich schwören, dass bei diesem Seiko-Modell die Lünetten-Einlage erstmals unter einer transparenten Schicht liegt – anders lassen sich die Ziffern-Spiegelung und -Anmutung fast nicht erklären… Durchmesser ist 41mm, Höhe 13mm. Bandanstossbreite 22mm.

Punkto Online-Verfügbarkeit scheint’s derzeit noch düster auszusehen, aber mit etwas Geduld dürfte die “Mini-Fifty-Fathoms” schon bald bei den üblichen Verdächtigen zu bestellen sein.

via / via © Bilder: Yeoman

Freitag, August 27, 2010

JLC: Das extreme Buch für extreme Uhren

jlc_cover Jaeger-LeCoultre lanciert unter dem Titel “Extreme Watches for an Extreme World” ein Buch, das den eher robusten resp. halt eben in irgend einer Forum  extremen Zeitmessern des Hauses gewidmet ist.

Und nachdem es nicht nur in der heutigen Kollektion ein paar anständige Taucheruhren hat, bietet auch der historische Blick zurück vielleicht noch ein paar sehenswerte Kapitel; denn schliesslich darf sich das Unternehmen u.a. auf die Fahne schreiben: “When scuba diving became a leisure sport, Jaeger-LeCoultre invented the Memovox Deep Sea, the world’s first diver’s watch equipped with an alarm.” Klingt jetzt zwar nicht ganz so extrem, aber bei den SEALs werden sie sicher aufdrehen.

Unklar zum jetzigen Zeitpunkt ist, in wie weit sich die Publikation zwischen grossformatigen Produktshots und reichhaltigem Text-Angebot bewegen wird. www.jaeger-lecoultre.com

Donnerstag, August 26, 2010

Fred: Gladiateur Collector Limited Edition

fred_gladiateur_collector_chrono Das hat sich zu einer echten internationalen Affäre entwickelt: Nachdem ich die Gladiateur von Fred diesen Sommer erstmals in Cannes gesehen habe (siehe Beitrag zur Dreizeiger-Uhr hier), hat’s zwei Monate später noch den Fund eines spanischen Uhrenmagazins gebraucht (mytiempo), das in seiner Baselworld 2010 Berichterstattung ein paar handfeste Daten beisteuerte: Angetrieben von einem durch den LVMH-Konzern beigesteuerten Zenith El Primero Werk, ist die 200 Meter wasserdichte Sportuhr auf stattliche 1936 Exemplare limitiert und soll dabei 3500 Euro kosten.

Gepaart mit der genau so sinnbefreiten wie derzeit angesagten Datumsanzeige (wenn heute der 5. ist, was war wohl gestern…?) wird die Uhr dadurch noch immer nicht zum Brüller, aber immerhin konnten wir wieder ein paar Informationslücken schliessen. – Interpol sei Dank… ;-)

Fazit: für alle Freds dieser Welt vielleicht eine Überlegung wert…

Mittwoch, August 25, 2010

Ploprof: The Movie.

Wie gewohnt gibt’s auch zur neuen Ploprof von Omega wieder ein kleines Video-Pendant, das hoffentlich den Bereich abdecken kann, der sich mit Standbildern und Text eben nur schwer vermitteln lässt… :-)

Gleichzeitig war’s aber auch eine eindrückliche Lektion, dass das mit den Unterwasser-Filmaufnahmen definitiv den Profis mit entsprechender Zeit und Equipment vorbehalten bleiben sollte: Selten war der Ausschuss an unbrauchbarem Material nämlich grösser als bei diesem Clip… und bevor ich jetzt für verwacklungsfreie Makro-Aufnahmen mit Stativ abzutaucheen anfange, wechsle ich dann doch lieber auf Fliegeruhren… ;-)

Dienstag, August 24, 2010

Rheinmeister 1000m

rheinmeister © Rheinmeister

Ich muss gestehen, ich bin überrascht. Und das doch eher positiv. Auf den ersten Blick ist die Rheinmeister 1000m mehrheitlich (bis aufs Datum) gelungen, auch wenn man bei der einen oder anderen Komponente ein Déjà-vu hat.

Auf www.rheinmeister.com gibt’s derzeit eher wenig zur Uhr, aber seit Mai 2010 liefert u.a. die Facebook-Seite zum Glück mehr zur Entstehungsgeschichte. Hervorgegangen ist das Modell offenbar aus einer Kooperation mit einem deutschen Online-Forum und soll ca. 43mm Durchmesser mitbringen, auf 150 Stück limitiert sein und mindestens 1’150 Euro kosten. Im Innern zum Einsatz kommt ein ETA 2892.

UPDATE: Freundlicherweise hat sich der Hersteller Dirk Meier zwischenzeitlich direkt gemeldet und steuert folgende klärenden resp. ergänzenden Details bei: “Der Diver wurde mit Mitgliedern des watchlounge Forums abgestimmt (ist aber keine Forumsuhr mehr)”.

Die Daten präsentieren sich hierbei folgendermassen:

Hersteller: Rheinmeister / Dirk Maier, Design: Simon Schmidt, Hamburg
Gehäuse: Edelstahl 316L / 1.4435 (Herstellungsort Deutschland), wasserdicht bis 1000m, Kronenschutz angeschraubt
Lünette: gefräst und schwarz ausgelegt
Glas: Saphir, flach, einseitig (innen) entspiegelt, 4mm dick
Werk: ETA 2892-2, Ausführung soigné; der Werkhaltering kommt als Besonderheit mit einem Anti--Schocksystem
Band: Alligatorleder (24mm beim Anstoss, 22mm beim Verschluss) mit Unterfutter aus Kautschuk und Schmetterlings-Schliesse (siehe Abbildung unten links), zusätzliches Kautschukband im Set beiliegend mit Wechselwerkzeug; Bandachsensystem von Capsa bez. Autobloc, Imbusverschraubung
Box: Pelicase
Auflage: einmalig 150 Stück
Preis €: Forums-Preis 1’150.- / Juwelier-Preis 1’980.-
Liefertermin: Ende Novenber 2010
Diverses: Alle Komponenten werden laut Hersteller in Deutschland und in der Schweiz produziert.

Mehr Bilder (© Rheinmeister):

rheinmeister_1000_leather_black rheinmeister_1000_leather_black_lume rheinmeister_1000_leather_brown

Mehr Gesprächsstoff sonst auch unter untenstehendem Link:

via (danke kochsmichel und Dirk Maier!)

Review: Omega Seamaster Ploprof

ploprof_1200  
Für diejenigen, die’s noch nicht selbst entdeckt haben: Seit ein paar Wochen ist nun auch die neue Omega Seamaster Ploprof mit einem ausführlichen Artikel vertreten. Endlich. ;-)

Link / Link Images only

Graham-London: Neue Site live

finishing_grahams_website Ab und zu vermischen sich bei mir ja glücklicherweise Beruf und Passion; und dann macht’s gleich doppelt Spass: So hat Graham seit letzter Woche eine kleine, aber feine neue Site mit dem einen oder anderen Schmankerl – dazu gehört bspw. eine Zoom-Funktion in der Kollektion, die wirklich den Namen verdient. Link

Freitag, August 13, 2010

Guillaume Nery: Freediving im Blue Hole

So als Einstimmung aufs Wochenende:

“World champion freediver Guillaume Nery special dive at Dean's Blue Hole [nicht mit diesem Blue Hole zu verwechseln], the deepest blue hole in the world filmed entirely on breath hold by the french champion Julie Gautier”.

Uhrentechnisch begleitet wird er dabei von seinem Sponsor Ball, wie man spätestens gegen Ende des grösstenteils gut gemachten Clips sehen kann.

Meister: Grosser Auftritt für die P’6780

meister_bhfstrasse_pd_diver_6780 Bei Meister Uhren an der Bahnhofstrasse Zürich hat man derzeit grosse Ambitionen mit der im Frühling lancierten P’6780 von Porsche Design (siehe auch hier): Gleich das prominenteste Schaufenster wurde exklusiv der bis 1’000 Meter wasserdichten Taucheruhr gewidmet. Oder mit anderen Worten: Die Erwartungen an die nicht ganz günstige Uhr im Klappgehäuse scheinen diametral meinem persönlichen Fazit im vergangenen Mai gegenüber zu stehen.

Nach wie vor nicht in den Schaufenster aufgetaucht ist dafür die Heritage Super KonTiki der Schwester-Marke Eterna. Hier gilt wohl – zum Frust für so manchen begierigen Sammler – weiterhin der Herbst als Lancierungs-Zeitpunkt.

Mittwoch, August 11, 2010

Mido Ocean Star Captain IV

mido_ocean_star_200 Hmm… dieses Modell hat mich nun in der Tat etwas überrascht: Während derzeit zahlreiche bereits in Basel gezeigten Neuheiten mancherorts nochmals unkritisch durch die Newsmühle gedreht werden, konnte man die Ocean Star Captain IV von Mido nach meinem Kenntnisstand bislang so wirklich noch nicht ausgestellt sehen (was ja auch bei der All Dial Helium Valve [siehe auch hier] schon der Fall war).

Die somit angenehme Unterbrechung der Sommerflaute misst etwas mehr als 42mm und bringt eine Bauhöhe von moderaten 12mm aufs Handgelenk. Vorne gibt’s ein Saphirglas, drin ein ETA 2836-2, wasserdicht bleibt die Edelstahl-Taucheruhr bis 200 Meter.

Der Preis beginnt bei für Mido schon etwas ungewohnten 880 Dollar für die Version mit Kautschukband, alternativ gibt’s auch noch eine Variante mit Stahlband (s.u.). Und vermutlich dürften irgendwann auch mal noch Bilder von anderen Farb-Varianten auftauchen.

mido_ocean_star_200_2

Fazit: Taucheruhren mit Datum und Wochentag sind ohnehin nicht unbedingt mein Ding, und die Zeiger beim vorliegenden Modell einen Tick zu ähnlich, während der Sekundenzeiger wieder zu stark aus dem Rahmen fällt. Interessant (= heutzutage eher selten anzutreffen) sind dafür die Lünetten-Markierungen für die 10er-Schritte. Ansonsten eine etwas uninspiriert wirkende, nicht ganz günstige Taucheruhr.

Oder mit anderen Worten: Insgesamt eher kein Brüller, den man zudem auch nicht zwingend der Formensprache von Mido zuschreiben kann, aber immerhin eine erfreuliche Auflockerung des Newsgeschehens… ;-)

Copyright Bilder: Mido / via

Montag, August 09, 2010

SEIKO 5 Sports 100M Automatic, Ref. SNZF53K1

Dank Fremdbestellung quasi unerwarteterweise vor die Linse gehüpft, und wenige Stunden später schon hier: Seikos SNZF53K1 im geschwärzten Gehäuse.

Mittlerweile dürften vermutlich sämtliche verbauten Elemente zwar schon mal an anderen Seikos gesehen worden sein, nichtsdestotrotz kann man das in Form dieser Uhr entstandene Resultat - wenn schon nicht als innovativ - dafür aber als eher geglückt bezeichnen. Als Werk gibt’s das bekannte 7S36, der Durchmesser liegt bei rund 43mm. Wasserdicht ist die Uhr bis 100 Meter. Und die Preise bewegen sich unter der 200 Dollar-Marke, z.B. hier: Link

Fazit: Keine ernsthafte Taucher-, dafür eine nette Sommeruhr für alle diejenigen, die nicht schon was Ähnliches aus Japan in der Kiste haben.

Donnerstag, August 05, 2010

Squale Re-Edition – erste Bilder

 squale_101_black_reedition © vermutlich Squale

Wie im Februar schon berichet, zeichnet sich bei Squale auch ein Revival der Ref. 2002 ab. Nach den ersten Illustrationen sind jetzt aussagekräftigere Bilder einer schwarzen und gelben Version aufgetaucht. Bislang ein vielversprechendes Comeback, wenn auch nicht unbedingt mein Geschmack – und die runde Glasfassung stimmt historisch natürlich genauso wenig, wie das (vermutete) HE-Ventil.

via

Mittwoch, August 04, 2010

£45’100.00 und kein Ende in Sicht: Royal Navy Rolex Submariner

rolex_british_issued_ebay Bis zum 10. August läuft auf ebay eine doch eher interessante Auktion: Eine eher schlecht fotografierte, und mit dem Text

My father has asked me to auction his Rolex Submariner wrist watch he has owned this for over 25 years it has a few scratches on the face, the watch does require some attention, it keeps stopping, unfortunately we know nothing about watches, can only think it is the self winder,  I'm sure with a service and cleaning from somebody that does know about these, this will be a very nice watch for someone.

auch eher dürftig beschriebene Rolex Submariner befindet sich nach 39 Geboten schon bei den erwähnten 45’100 Pfund (rund 55’000 Euro) und dürfte in den kommenden Tagen preislich auch nochmals ein grosses Stück nach oben gehen. Grund: Die Auktion sorgte im Vorfeld für zahlreiche Spekulationen in Foren, und nach persönlicher Besichtigung durch Mike Wood konnte der Verdacht nun offenbar bestätigt werden:

All in all, the watch is a complete and original full-spec British military issue Rolex Submariner watch. 

Oder anders gesagt: Bei dem Modell handelt es sich um eine der meist gesuchten Sammleruhren mit militärischem Hintergrund.

Besonders schön an der Geschichte: Der gesundheitlich angeschlagene Besitzer und dessen Sohn hatten offenbar wirklich keine Ahnung vom Wert der Uhr.

Mehr (scharfe) Bilder und (präzise) Hintergrundinformationen gibt’s bspw. hier: Link

Montag, August 02, 2010

Seiko SKZ271J1

seiko_SKZ271J1 In der Tat scheint die als “Superior Diver's 200M Automatic” bezeichnete SKZ271K1 eher zu den neueren Würfen Seikos zu gehören, auch wenn’s mir persönlich jetzt nicht als der grosse optische Wurf daherkommt.

Die Daten: Die 43mm Stahl-Uhr kommt mit einem 7S36 Werk und bleibt bis 200 Meter dicht. Beim Glas kommt wie üblich Hardlex zum Einsatz, der Preis liegt bei Watches88 bei 295 Dollar.

Weitere Farbvarianten dürften eine Frage der Zeit sein…

© Bild: justseiko            via / via

Pentax Optio W90 – kleiner Nachtrag

pentax_optio_w90 Nachdem ich mich kürzlich doch glatt mit meinem eigenen Beitrag erfolgreich selbst angefixt hatte, möchte ich heute der Vollständigkeit halber noch einen kleinen Nachtrag liefern, was die Praxis mit der bis 6m wasserdichten Pentax Optio W90 in den letzten Wochen gebracht hat. – Zum Beispiel, dass sich der vermeintliche “Drehring” um die Linse als starres Element entpuppt hat… ;-)

Nein, ernsthaft: Insgesamt bringt die Point-and-Shoot-Kamera genau das mit, was mich ursprünglich auch an ihr interessiert hat: äusserst robust konstruiert, für die Outdoor-Gattung dennoch ausserordentlich kompakt und damit Badeshorts-kompatibel gebaut, und punkto Makro-Fähigkeiten zudem eine sehr kostengünstige Option für den schnellen Einsatz – kurz gesagt: eigentlich eine tolle, günstige Kamera für jeden Zweck, inkl. Filmfunktion im 720p HD Format. - Dass man dabei als Anwender automatisch Abstriche bei der Optik macht und aufgrund der reduzierten Anzahl abzudichtender Tasten relativ viele Funktionen über das Menü einstellen muss, liegt in der Natur der Sache und soll hier auch völlig wertneutral stehen bleiben – die W90 ist tatsächlich in der Lage, viele Bereiche äusserst zufriedenstellend abzudecken und dabei Fotos zu ermöglichen, die man mit einer normalen Kompaktkamera eher nicht gemacht hätte. Etwas langlebiger hätte ich mir vielleicht den Akku gewünscht.

beschlag_linse_pentax_optio_w90 Negativ war hingegen, dass die W90 schon nach wenigen Einsätzen* und rund 400 Bildern vermutlich einen Kondenswasser-Fleck auf der Innenseite des Gehäuseglases entwickelte (was wiederum zu extrem unschönen schwarzen Flecken auf Unterwasser-Bildern führte, siehe rechts) – hier konnte aber ein nächtliches Trockenlegungsprogramm erfolgreich und dauerhaft das Problem beheben (ähnliche Erfahrung hier). Zumindest weitere 400 Bilder lang - dann kam nämlich die wirkliche Überraschung: der Auslöser streikte mitten im Einsatz plötzlich, dafür schiesst die Kamera nun selbständig zwei Bilder in Serie, sobald sie eingeschaltet wird. Mit anderen Worten: (je 2) Bilder gab’s ab diesem Moment nur noch beim Ein-/Ausschalten, und die Ansicht der bislang geschossenen Bilder war dafür nur noch möglich, wenn die Speicherkarte erst entfernt (also Klappe geöffnet), und dann wieder eingeschoben wurde. Bis auf den Automatik-Modus war und ist somit alles weitere nicht mehr wirklich verwendbar.

Nichtsdestotrotz: Für ein paar hübsche Schnappschüsse hat’s trotz Kamera-Software-Blackout auch mit dem On-/Off-Schalter gereicht, wie das Beispiel unten zeigt:

flughahn_versus_octopusFlughahn (Dactylopterus volitans) schlägt Mini-Octopus (ganz rechts oben in der Ecke) erfolgreich in die Flucht… ;-)

Aber zurück zur Kamera: Selbstverständlich handelt es sich bei der hier vorliegenden W90 vermutlich um einen unglücklichen Einzelfall, der mich insgesamt aber dennoch etwas zwiespältig zurücklässt; die Kamera ist vom Prinzip her grossartig und kaufen täte ich sie vermutlich nochmals, auch wenn der Spass in meinem Fall etwas gar kurz war. Und vermutlich ist sie tatsächlich so robust gebaut, dass nicht mal der frustrierte Wurf in die nächste Ecke ihr was anhaben könnte… ;-)

Ich werde fürs Wasser zukünftig aber eher wieder die bewährte Kombination UW-Gehäuse und Digitalkamera wählen…

*als fotografierender Taucher wurden die Dichtungen selbstverständlich kontrolliert und eine Schnorchel-Tiefe von 3 Meter wurde ebenfalls nicht überschritten.