Donnerstag, Juli 22, 2010

Momo Design: Dive Master Sea

momo_design_dive_master_auto_orange Während sich der italienische Hersteller Momo ja schon seit längerer Zeit mit “Momo Design” auch im nicht-automobilen Bereich bewegt, gab’s bei den Uhren bislang a) eher wenig Taucheruhren und b) wenn, dann meistens mit Quartz-Antrieb zu sehen, wie bspw. im Falle des Dive Master Chronos (siehe hier).

Mit der Dive Master Sea Dreizeigeruhr gibt’s jetzt aber definitiv genügend Stoff für hier, schliesslich stimmen bei dieser Familienergänzung sowohl Motor als auch Einsatzzweck.

Mehrere Farb- und Materialvarianten gehen an den Start (siehe unten), das links gezeigte orange Modell kommt mit einem PVD geschwärzten Gehäuse. Die restliche Familie präsentiert sich laut Website folgendermassen:

momo_design_dive_master_auto_variants © alle Bilder: Momo Design

Allen Varianten gemein ist das Gehäuse mit nicht ganz zierlichen 48mm Durchmesser und 15mm Höhe, ein Saphirglas vorne und ein Sichtboden hinten (was den Zifferblatt-Ausschnitt gleich noch unnötiger werden lässt), 1’000 Meter Wasserdichtheit und ein ETA 2824-2 als Antrieb. Beim Kautschuk-Band beruft man sich auf offenbar auf “…a particular texture recalls the metal mesh shark suit, while the buckle is inspired from the top ring’s design.” Zeiger-Varianten gibt’s aber leider keine… ;-)

Mehr Informationen und Ansichten gibt’s hier: Link

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Donnerstag, Juli 15, 2010

Cannes: Davis 300m Diver & Marathon SAR

davis_300m_diver

Nachdem um diese Zeit ein Besuch in Cannes traditionsgemäss zu den Pflicht-Destinationen des Jahres gehört (mehr dazu siehe hier), gibt’s heuer natürlich auch wieder Uhrologisches von dort zu berichten (wenn auch mit einiger Verspätung). Dazu gehört bspw. das mehr schlecht als recht fotografisch dokumentierte Exemplar einer 300-Meter-Taucheruhr (sorry!), die’s bei Davis zu sehen gab.

Davis ist mir vor Ort zwar schon früher aufgefallen, aber bislang eben nicht mit einer eher gefälligen Taucheruhr. Wer noch nie von Davis gehört hat, braucht sich übrigens nicht schämen: die Marke ist nämlich mit einer Boutique an der Croisette eher lokal vertreten, und zwar laut Website seit…

“…in 1987 in Cannes, a town famous world-wide for its international festivals and cosmopolitan clientele. The brand has successfully expanded into the global watch market thanks to the dynamism and creative daring of the group.”

Das gezeigte Modell in PVD oder Stahl stammt übrigens aus der selben Quelle wie die unzähligen 2000-Meter-Taucheruhren der jüngeren Vergangenheit (siehe bspw. hier), bietet aber ein Gehäuse, das sehr nahe an der Form der früheren Benrus/Marathons liegt (siehe hier). Der Preis ist mit 479 Euro für die PVD-Variante am Mesh-Band noch vergleichsweise ok; unklar ist, ob hier ein asiatisches oder ein ETA-Werk verbaut wurde. 

Apropos Marathon: Dass mir ausgerechnet in Cannes endlich ein Marathon-Modell aus aktueller Produktion vor die Linse huscht, war ein denkbar überraschender Moment (Grossansicht bei Klick):

Mehr zu dem Modell gibt’s hier oder hier. Übrigens: Eine geografisch näher gelegene Alternative mit identischem Gehäuse gibt’s auch von Dugena.

Sonntag, Juli 11, 2010

S.T. Dupont: RAID

st_dupont_raid[1]

Wem die weltberühmten Feuerzeuge von Simon Tissot-Dupont bislang nicht wassertauglich genug waren, findet in der neuen “RAID” eine bis 300 Meter wasserdichte Tauchpartnerin, die dank ETA 2893-2 auch gleich noch eine GMT-Funktion mitbringt.

Das eher brachiale Äussere à la Breitling meets Bell & Ross mag zwar nicht ganz zum namensgebenden Schriftzug von S.T. Dupont passen, dafür zur umso mehr zur französischen Anti-Terror-Einheit “RAID” (Recherche, Assistance, Intervention, Dissuasion), die ihren Namen und ihr Emblem für die Uhr im PVD-Stahlgehäuse zur Verfügung gestellt hat. Angesichts dieser Verbindung dürfte wohl auch der Grund für den Einsatz einer weissen Datumsscheibe eher Geheimsache bleiben…

Wie auch immer: Der Durchmesser der RAID beträgt 44mm, der Preis liegt bei ebenfalls nicht ganz zivilen 3’890 Euro.

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Dienstag, Juli 06, 2010

Immersion: Tank

immersion_tank Lesen bildet ja bekanntlich, und so fällt darunter auch die Lektüre des soeben erschienen “Preisführer 2010” des Uhren-Magazins. Denn mit einem laut Eigenaussage “Überblick über mehr als 1.000 Uhren von über 200 Marken - übersichtlich gegliedert in zehn Preiskategorien” hat’s doch tatsächlich noch den einen oder anderen Taucher drunter, der hier bislang gefehlt hat.

Den Anfang macht “Immersion”, eine in Turin beheimatete Marke im Einstiegssegment, die sich voll und ganz aufs Taucheruhren-Segment konzentriert. – Und die die tendenzielle Nischen-Existenz mit grossen Zielen zu kompensieren versucht:

Immersion ambitions ride high. To be amongst the most important brands in the non-luxury segment and the absolute leader in the diving watch segment. Our leadership in the sports and diving watch segment comes through innovative and technologically advanced products and exclusive, captivating product designs.

Die auf der Website gezeigten Modelle verfügen meist über Quartz-Werke, die hier abgebildete “Tank” und noch ein paar andere Modelle kommen aber mit einem Automatik-Werk (vermutlich Miyota) daher. Und auch wenn’s angesichts der momentanen Modelle mit der Marktführerschaft vielleicht noch etwas dauert, als Horizont-Erweiterung geht’s allemal durch…

© Bild: Immersion Diving Technology

Samstag, Juli 03, 2010

Archimede: Neue Farben für Sporttaucher

archimede_sporttaucher © Archimede

Archimede stellt zwei neue Farbvarianten der bis 300 Meter wasserdichten “Sporttaucher” vor: Die oben abgebildete weisse Version (mit schwarzer Leuchtmasse zwar hübsch, aber vermutlich nicht die performanteste Lichtquelle) sowie eine blaue Zifferblatt-Version mit oranger Leuchtmasse (hier zu sehen). Besonders erfreulich daran ist die zunehmende visuelle Emanzipation von gewissen Stil-Elementen, die bei früheren Versionen (vor allem vor der Überarbeitung der Lünette) m.M. noch zu stark an die Planet Ocean von Omega erinnerten.

Durchmesser der Pfrozheimer Taucheruhr bleibt unverändert bei 41,5mm, die Höhe ist mit 12mm ebenfalls vergleichsweise moderat. Im Innern der Uhr tickt ein ETA 2824-2, die Preise beginnen bei € 475.-

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Freitag, Juli 02, 2010

Grosse Klappe: Die Schliesse der Ploprof 1200

In den letzten Jahren haben erfreulicherweise immer mehr Hersteller damit begonnen, für die Metallbänder ihrer Taucheruhren Schliessen anzubieten, die mehr Flexibilität zulassen. - Sei es nun die Marinemaster von Seiko, die Deepsea von Rolex oder beispielsweise auch die Professional 300 von Orient – sie alle reagieren damit nicht nur auf die individuellen Handgelenke und Tauchanzugsdicken ihrer Träger, sondern begegnen dadurch auch den je nach Tauchtiefe wechselnden Druck-Verhältnissen unter Wasser, die wiederum eine unterschiedliche Kompression, bspw. des Neoprens, mit sich ziehen.

Seit 2009 hat nun auch Omega eine solche Konstruktion im Sortiment: die Schliesse der neuen Ploprof lässt nicht nur alle anderen klein erscheinen, sondern kombiniert wie die Deepsea eine starre, ausklappbare Verlängerung (siehe auch der Vergleich mit der Marinemaster: Link) mit einem flexibel ausfahrbaren Element:

omega_seamaster_ploprof_1200_clasp

Mit den zwei seitlichen Drückern öffnet sich die Z-Faltschliesse, darin befindet sich (siehe 1 & 2) eine auf Druck ("Push") stufenlos ausfahrbare Verlängerung (bis max. 22mm Länge), die eine Feineinstellungen des Bandes ermöglicht und auch bei geschlossenen Zustand in rastenden Millimeter-Schritten wieder bis zum Anschlag eingeschoben werden kann. Die zusätzliche, traditionell ausklappbare Tauchverlängerung bietet nochmals 26mm Spielraum (oben nur eingeklappt bei 2 zu sehen, links neben Push-Schriftzug), die in Kombination mit der Feineinstellung praktisch an jeden Arm und Tauchanzug passen sollte. Die Schliesse kommt nicht nur am Sharkproof-Band zum Einsatz, sondern wird auch am Kautschukband verwendet.

Demgegenüber fällt auf: Das korrekte Verschliessen erfordert relativ viel Druck (besonders bei voll eingeschobener Feinverstellung schnappt sie teilweise nur einseitig richtig ein) und kommt zudem ohne zusätzlichem Sicherungsbügel aus. - Angesichts des satten Sitzes vermutlich kein Problem, aber dennoch ein potentieller Unsicherheitsfaktor.

Und wie oben auf 2 & 3 zu sehen: Die eingeschobene Verlängerung scheint etwas nahe am oberen Element positioniert, ein leichtes Kratzen und ebenso feine Kratzspuren sind damit programmiert. - Ein Umstand, der übrigens auf die gesamte Schliesse zutrifft, wird deren beachtliche Grösse doch unweigerlich zu sichtbaren Tragespuren nach den zu erwartenden Nahkampfsituationen des Alltags führen.