Sonntag, Mai 30, 2010

Orient: Neue 300er erhältlich

orient Laut Blog von Higuchi ist die mit einem neuen Werk (new movement which has handwind/hack function”) ausgestatte 300er von Orient ab sofort erhältlich.

Die WZ0181EL (schwarzes ZB) und die WZ0191EL (gelbes ZB) kosten offiziell je 168000YEN, Higuchi bietet sie aber für 128000YEN an (derzeit rund CHF 1’600.- ohne Zoll).

Ansonsten: “The case and Bracelet are same as old model just different the movement.thought”, was somit die gewohnten 300 Meter Wasserdichtheit, Saphirglas und 46mm Durchmesser bedeutet.

Oder andersrum gesagt: Im Prinzip eine unverändert attraktive Taucheruhr mit reizvoller Gangreserve-Anzeige, die hierzulande vermutlich etwas wenig Beachtung findet, weil sie halt in der Regel im Schatten von Seikos Marinemaster 300 steht, die optisch etwas mehr dem hiesigen Schönheitsideal zu entsprechen scheint. Ich persönlich konnte mich bislang einfach nicht and die Zeiger gewöhnen... (© Bild: Orient)

Magalex: Wer noch immer nicht genug hat…

magalex Wer tatsächlich noch immer auf der Suche nach einer bis 2’000 Meter wasserdichten Taucheruhr sein sollte, kann ab sofort auch ein Exemplar der Marke Magalex mit in die Evaluation nehmen. Nachdem hier laut Website eine alte Marke wiederbelebt werden soll, hier noch die Geschichte gemäss Site:

Magalex […] was launched in 1989 […] This Company was first listed in 1888 as Virgile Mathey and later in 1919
it was established as Paul Virgile Mathez - Rossel (PVM). In 2004 Mr. Fred Virgile Mathez after retirement sold the Brand names […] Magalex to Mr. Gurdeep Singh Kundan, St. Gallen Switzerland.

Während der Komponenten-Hintergrund bei der ebenfalls ganz jungen Zenton M45 eher auf eine neue Quelle schliessen lässt, scheint bei der hier gezeigten Magalex auf den ersten Blick eher wieder die altbekannte Private-Label-Verbindung nach Fernost gespielt haben (siehe auch hier). Die wichtigsten Details der 45mm grossen Uhr: jede Zifferblattvariante ist jeweils limitiert auf 100 Exemplare, verbaut wird Heliumventil und ein ETA 2824 –2, der Preis liegt bei 666 Euro.

Auch die restlichen Uhren auf der Website der Marke, darunter auch eine Taucheruhr mit innenliegendem Drehring und Alarm, wirken auf den ersten Blick etwas vertraut und sind jetzt nicht unbedingt als Kollektion spürbar.

Ich für meinen Teil habe jetzt definitiv genügend 2000er gesehen…

 (© Bild: Magalex)

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Zenton Watches

zenton © Zenton

ZENTON is a new watch company and specialized in producing high quality dive watches in limited editions with waterresitance up to 2000m.

Kurzgesagt: Mit Zenton ist eine weitere junge Marke ab sofort auf dem Markt der bis 2’000 Meter dichten Taucheruhren anzutreffen. Nebst der abgebildeten blauen Variante sind natürlich unterschiedliche Zifferblatt- und Drehring-Kombinationen der in Anlehnung auf den Gehäusedurchmesser M45 genannten Erstlings-Uhr erhältlich. Preis liegt bei 888 Dollar im Direktvertrieb, verbaut wird ein ETA 2824-2. Dazu kommen Heliumventil und Saphirglas.

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Breitling & Eberhard: Marketing extrem

brigitte_lenoir Vor etwas über einem Monat gab Eberhard & Co. eine Sponsoring-Kooperation mit der Walliser Extremtaucherin Brigitte Lenoir bekannt (siehe auch hier). Das gemeinsame Ziel: “Brigitte Lenoir will attempt to break the woman’s record for diving using a rebreather”.

Vor 16 Tagen ist die 41jährige bei einem Trainingstauchgang vor Dahab beim Wiederaufstieg tödlich verunfallt; die Versuche ihres Tauchpartners Pascal Bernabé (mit 330 Meter Tauchtiefe selbst Weltrekordhalter bei den Männern), die aufgrund eines (vermutlich) verklemmten Ventils ohnmächtige Taucherin doch noch an die Wasseroberfläche zu bringen, misslangen.

Nur ein paar Tage später gibt Breitling bekannt, mit “dem erfolgreichsten Apnoetaucher aller Zeiten”, Herbert Nitsch, die in dieser Disziplin “mythische Grenze von 1000 Fuss beziehungsweise 305 Meter” ins Auge gefasst zu haben.

Das tragische Beispiel zeigt einmal mehr, dass bei der z.T. grossen Marketing-Euphorie gerne vergessen geht, dass es beim Extremtauchen, sei es nun mit oder ohne Equipment, immer auch ein Restrisiko mittaucht – insofern sollten sich die Sponsoringpartner vielleicht nicht nur Gedanken zur Vermarktung der erhofften/gekauften Rekorde machen, sondern auch zu Timings und vor allem zum Verhalten im Worst Case. Bei Azimuth beispielsweise hat man mit dem Archäologen Fernando Lorenzo vielleicht nicht gerade das zugkräftigste See-Pferd gewählt (siehe hier), dafür aber das Risiko (und vermutlich auch die Kosten) entsprechend tief ausbalanciert. (© Bild: Eberhard)

Samstag, Mai 22, 2010

Prag: Breitling mit leichtem Vorteil

praha_old_clocks_shop_window Während Prag entgegen meiner Erwartung in der Kategorie “tickendes Alteisen” aus meiner Sicht eher wenig zu bieten hat(te), und es in der Kategorie “Neu-Uhren” auch eher “nur” zum guten Durchschnitt gereicht hat, überraschte dafür Breitling mit einer ungewöhnlich starken Dichte und Präsenz in den Schaufenstern der Konzessionäre – ein Eindruck, der durch die bereits in den Schaufenstern gezeigte SuperOcean des Jahrgangs 2010 ebenfalls bestätigt wurde (siehe hier).

Ein weiteres Beispiel: In Prag gab’s zudem ein paar Modellvarianten zu sehen, die anderswo eher selten zu sehen sind: Die weiter unten abgebildete 46mm grosse Breitling SuperOcean Heritage in der Variante mit schwarzem Zifferblatt und dunkelgrünem Drehring (rechts), oder aber auch die Version mit silbernem Blatt und blauem Drehring (links) beispielsweise sind mir persönlich bislang so noch nicht in der freien Wildbahn begegnet.

Während beide Varianten zwar die Wahlmöglichkeiten bei dieser Modellreihe noch mehr vergrössern, wird die Uhr selbst damit kaum schöner. - Die 46er SuperOcean Heritage mit schwarzem Blatt und schwarzer Lünette bleibt m.M. ungeschlagen. 

Mehr zu dieser Uhr gibt’s hier.

Donnerstag, Mai 20, 2010

Prag: Neue SuperOcean schon da

praha Wer Prag kennt, weiss auch, dass es dort mehrere lohnenswerte Uhren gibt. Dazu gehört insbesondere auch das nebenstehende Exemplar, die astronomische Uhr “Prague Orloj” (mehr dazu hier).

Und wer das Schwerpunktthema dieses Blogs etwas kennt, wird kaum überrascht sein, dass mir vor Ort noch ein paar thematisch völlig andere tickende Exemplare besonders ins Auge gestochen sind. Den Anfang macht Breitlings kürzlich vorgestellte neue SuperOcean – die Uhrenneuheit ist nämlich hier bereits im Schaufenster zu sehen (mehr Info zur Uhr selbst - siehe früherer Beitrag hier).

Während mir die Uhr seit der Baselworld bislang noch nicht vor die Linse gekommen ist, bleibt somit als Fazit, Breitling eine bewundernswert kurze Zeitspanne von der Vorstellung an der Messe hin zur Auslieferung an den Fachhändler zu attestieren – zwei Monate sind rekordverdächtig.

praha_breitling_superocean

Nichtsdestotrotz hat mich die Uhr immer noch nicht ganz überzeugt. Aber das ist ein anderes Thema…

Mittwoch, Mai 12, 2010

Neue Seiko Diver: SKZ28ff

seiko_diver_skz286_skz281  
© Squidy69

Meistens ist die Freude gross, wenn Seiko wieder neue Diver-Modelle ankündigt. Meistens. Die hier gezeigten 200m Modelle (links SKZ281K, rechts SKZ286K) hauen mich jetzt aber nicht wirklich aus den Socken: Zu viele Elemente von bestehenden Divern führen m.M. zu einem Gesamtbild, das für meinen Geschmack viel zu nervös ist.

Aber: Die von einem 7S36 angetriebenen Uhren werden sicherlich auch ihre Fans finden, und was gibt’s angenehmeres, als optische Alternativen zu sehen… preislich bewegen sich die gezeigten Uhren vermutlich um die 300 Euro, wenn die gezeigten Preisschilder tatsächlich in SGD ausgestellt sind.

Mehr Bilder und Infos gibt’s auf dem Blog von Yeoman. Link

Sonntag, Mai 09, 2010

Pentax Optio W90: Die Kamera zur Uhr?

pentax_optio_w90_lense Nicht alles, was so etwas wie einen Drehring hat und wasserdicht ist, muss auch gleich eine Taucheruhr sein. Die neue Optio W90 von Pentax ist so ein Fall und stach mir aufgrund des überraschend charakteris-tischen Ringes um die Linse natürlich gleich ins Auge.

Sie hat es aber nicht nur aufgrund der optischen Nähe zum Hauptthema dieses Blogs verdient, hier kurz vorgestellt zu werden - denn mit einem Beschrieb à la:

Herausragende Neuheit ist die Digital Mikroskop-Funktion für extreme Nahaufnahmen ab 1cm. Hierbei wird die Lupen-Aufnahme durch drei spezielle LED-Leuchtdioden optimal ausgeleuchtet.

könnte sich die Kamera noch als recht praktisch für das unkomplizierte gelegentliche Herannähern an Taucheruhren u.dgl. ohne DSLR & Makro-Objektiv erweisen; auch wenn in dieser Outdoor-Kategorie die PowerShot D10 von Canon bislang immer hervorragend abgeschnitten hat und ich selbst mit der nicht ganz so dichten G11 (siehe auch hier) für den Spontan-Einsatz abseits der DSLR mehr als zufrieden bin – und mit dem für den Amateur finanzierbaren Unterwassergehäuse zudem auch tiefere Ausflüge möglich sind, welche die Bezeichnung UW-Fotografie verdienen.

pentax_optio_w90

Nichtsdestotrotz wollten wir hier nicht über Canon, sondern über die neue Kamera von Pentax reden. Und wer sich jetzt dafür interessiert: Die W90 bringt laut Datenblatt zudem einen vernünftigen 12,1 Megapixel CCD Sensor, 5-fach optischer Zoom und 28 bis 140mm KB mit, bleibt wasserdicht bis 6m Tiefe, steckt Stürze aus maximal 1.2m Höhe weg und bietet HDTV-Video mit 720p bei 30 B/Sek. Der Preis sollte um 280 Euro liegen, die zwei abgebildeten Farbvarianten sind erhältlich.

© Bilder: Pentax

Sonntag, Mai 02, 2010

Die Stiefschwester: Porsche Design P’6780 Diver

Eine der kürzlich in Basel gezeigten Neuheiten, die mancherorts eher für Stirnrunzeln gesorgt hat, ist die P’6780 Diver von Porsche Design. Denn:

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© Eterna

Bei der Tochtermarke Eterna wurde mit der KonTiki Diver (Ref. 1594.41.40.1154) schliesslich schon im Jahr 2005 eine Taucheruhr mit aufklappbarem Gehäuse in Basel präsentiert (siehe Abbildung links).

Die 2010 präsentierte P’6780 von Porsche Design (rechts abgebildet) wirft aber noch ein paar andere Fragen auf, die z.T. weniger mit dem Produkt, als vielmehr mit Markenführung zu tun haben.

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© Porsche Design

Der ursprüngliche Verdacht, Porsche Design stünde nach wie vor für eher progressive Modelle, während die Marke Eterna nun eher über eine klassische Modell- resp. Kollektionsgestaltung positioniert werden würde, lässt sich trotz der zeitgleich präsentierten Heritage Super KonTiki nicht erhärten - die oben gezeigte KonTiki Diver wird momentan nämlich noch immer auf der Website des Grechner Traditionsbetriebes geführt.

Ebenfalls leicht irritierend ist die Aussage in der Pressemitteilung, die “The P’6780 Diver succeeds the well-known Ocean 2000 – Porsche Design’s first diving watch, designed by company founder Prof. F. A. Porsche in 1983.”, nachdem hier nun offensichtlich eine nicht unbedeutende Schaffhauser Komponente mit drei Buchstaben ausgelassen wird, die bei der damaligen Konstellation von 1978 bis 1997 eine ziemlich gewichtige Rolle gespielt hat.

Aber lassen wir die Vergangenheit. Die gegenwärtige P’6780 bietet schliesslich auch so noch genug Gesprächsstoff: Beispielsweise überrascht, dass der unter dem Saphirglas platzierte Drehring zwar mit einem sportlich gelben Farbakzent die ersten 15 Minuten hervorhebt, dafür die im Prinzip wichtigere Dreiecks-Markierung zur Auszeichnung des Tauchbeginns eher minimalistisch zu Gunsten der ungewohnten 0 ausgefallen ist:

Durch den Verzicht auf die Gangreserveanzeige ist das Zifferblatt der bis ebenfalls 1’000 Meter wasserdichten Uhr zwar ruhiger ausgefallen, dafür kommt das im Vergleich zum ETA 2897 eher wenig seltene ETA 2892-A2 zum Einsatz.

Das 46,8mm x 17mm grosse Gehäuse besteht aus Titan (äusseres Element) und Edelstahl (eigentliches, ausklappbares Gehäuse), bei der Kontiki wurde der innere Container schwarz eloxiert.

Und wie bei der Stiefschwester schon umgesetzt, lässt sich der Drehring der P’6780 nur dann bedienen, wenn das innere Gehäuse hochgeklappt wird.

Die Uhr dürfte vermutlich zu einem Preis von €6’950 im Sommer 2010 in den Geschäften auftauchen; aber nachdem es bei der Eterna KonTiki dafür rund 3 Jahre gedauert hat, glaube ich das erst, wenn ich ihr tatsächlich in freier Wildbahn begegnet bin. ;-) Wie auch immer: Persönlich überzeugt mich von den beiden Stiefschwestern eher die etwas aufgrender gestaltete Variante der KonTiki, auch wenn deren offizieller Listenpreis ebenfalls bislang erfolgreich allfällige Kaufgelüste bekämpft hat.