Freitag, April 04, 2008

Baselworld 2008: Ein erstes Fazit

So. Der alljährliche Marathon durch die Hallen 1 bis 5 der diesjährigen Basler Uhrenmesse ist überstanden, die Impressionen sind mittlerweile mit viel Geburtsschmerzen live gegangen (mobiles Bloggen hat dann eben doch noch so seine Tücken und Kinderkrankheiten). Nichtsdestotrotz: Höchste Zeit, ein paar Kommentare zum Gesehenen und auch zum Nicht-Gesehenen zu machen, bevor’s mit dem SIHH kommende Woche weitergeht.

Was sicher enorm überrascht hat: Wieviele der diesjährigen News bereits im Vorfeld bekannt waren (siehe Übersicht hier). Selten hat es so wenig Überraschungen vor Ort gegeben.

Eine davon war sicher die aktuelle Interpretation des Klassikers von Yema, auch wenn diese jetzt nicht unbedingt ein lautes „Kauf mich!“ durch die Scheibe geschrien hat.

Glycines neue Lagunare darf nicht nur als geglückt bezeichnet werden, sondern auch als sehr erfreuliche Begegnung – insbesondere dank der Art und Weise, wie das Unternehmen mit interessierten Besuchern umgeht. In diese Kategorie gehörte heuer auch Limes, die ebenfalls ohne zu Zögern die ersten Prototypen der überarbeiteten 1Tausend zur ausgiebigen privaten Foto-Session zur Verfügung stellten. Das gleiche Bild auch bei N.O.A., Charmex, Chris Benz und bei Sinn – ein mehr als freundlicher Empfang und viel Entgegenkommen.

Das genaue Gegenteil davon trifft dafür auf Clerc zu: Zwar machte die Uhr in Natura einen überraschend positiveren Eindruck als auf den Bildern, deren fotografische Portraitierung wurde jedoch vehement zu verhindern versucht – natürlich haben wir vollstes Verständnis dafür, dass Gratis-PR etwas ganz Übles ist, verfolgen aber dennoch eine möglichst lückenlose Berichterstattung. ;-)

Als aus persönlicher Sicht eher bedauerlich gilt das teilw. Nicht-Vorhandensein einiger bereits bekannter/heiss erwarteter Neuheiten; bspw. bei UN, Blancpain und Favre-Leuba. Hier wäre eine Begegnung mit den realen neuen Stücken sehr interessant gewesen – aber: das ist normal und kann spätestens in ein paar Monaten anderenorts nachgeholt werden.

Aus persönlicher Sicht hat die Rolex Sea-Dweller Deepsea ganz klar den Titel „Basler Taucheruhren-Neuheit 2008“ geholt – dicht gefolgt von Sinns U1000 Chrono. Dafür muss sich Rolex ein paar Punktabzüge für das eher ungewohnte Blau der Submariner gefallen lassen... ;-)

Was es sonst noch zu sagen gibt? – Breitling hat noch immer die Fische im Aquarium (siehe Film), Seiko einen gelungenen neuen Stand (mit auffallender, überfälliger Würdigung der eigenen Historie), Hublot hat erneut revolutionäre Schaukästen, Tissot ein umwerfendes Display à la Minority Report (siehe Film) und Omega hat nicht lanciert, was in der Gerüchteküche ganz heiss gekocht worden war... ach ja: Und der schon seit geraumer Zeit herrschende Trend zum Steampunk ist mittlerweile definitiv auch in der Uhrenindustrie (Retrowerk) angelangt:

Jetzt aber: Viel Spass mit den mehrheitlich Neuheiten resp. mit den Taucheruhren-Impressionen aus Basel (ein paar der folgenden Uhren sind schon ein paar Monate älter) :

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