Mittwoch, April 16, 2014

Doxa: Mission 31 startet


Fabien Cousteau
, der Enkel von Jacques-Yves Cousteau, tritt in die Fussstapfen seines Grossvaters und wird mit seinem Team im Sommer 2014 31 Tage (und damit einen Tag länger als bei Conshelf vor 50 Jahren) unter Wasser verbringen:

“They will live and work in the name of science in Aquarius, the world's only underwater research lab. This will be the first time a mission of this length has taken place in the history of Aquarius, which is deployed 63 feet beneath the sea off the coast of Key Largo, Fla., operated by Florida International University (FIU).”

Als offizieller Zeitmesser der Mission steuert Doxa ein entsprechendes Sondermodell auf Basis der Sub 300T bei, die Auflage beträgt 331 Stück. Die 44mm grosse Uhr ist bis 1’000 Meter wasserdicht, im Innern kommt ein ETA 2824-2 zum Einsatz. Als Besonderheit: 31 Stück dieser Auflage werden auch tatsächlich versenkt: “31 of which will spend 31 days under water with Fabien Cousteau’s mission team.  A few lucky individuals will be able to acquire these commemorative watches when they become available for pre-order.”

Sämtliche Informationen dazu gibt’s hier: http://www.doxawatches.com/mission31/m31.html

Dienstag, April 15, 2014

Wenn der Humidor zu feucht wird: Davidoff Velocity Diver


An der diesjährigen Baselworld teilten sich Glycine und Davidoff einen Stand. Letzt genannte Marke präsentierte unter der Bezeichnung “Velocity Diver” gleich drei Versionen (schwarz, silber und blau) einer grundsätzlich gefälligen Taucheruhr auf Basis Soprod A10-2, wasserdicht bis 300 Meter (oben abgebildet: Ref. 83001). Das 42mm grosse Gehäuse ist seitlich mit farblich angepassten Kautschukpartien durchsetzt, es steht wahlweise ein Kautschuk- oder Stahlband zur Verfügung. Auf der Rückseite gibt’s einen Sichtglasboden.

Fazit: Wie eingangs erwähnt, an der Uhr selbst lässt sich objektiv ja eher wenig aussetzen, auch wenn man visuell jetzt nicht unbedingt eine hohe Individualität verfolgt hat. Ob die Marke zum Verwendungszweck passt, dürfte hingegen wieder sehr subjektiv zu betrachten sein…

Mehr Informationen auf der Website des Herstellers.

Montag, April 14, 2014

Tissot: Die Seastar sieht rot

Wir hatten’s davon ja schon kurz mal in der kürzlichen Top-Ten-Liste zur Baselworld 2014: Tissot hat seine Seastar-Kollektion leicht überarbeitet resp. ergänzt (nachdem weiterhin die bestehenden Modelle auf der Website zu finden sind). Da hätten wir einmal ein neues Keramik-Lünetteninlay bei allen drei Modellen (rot, blau und schwarz, beim Chrono vorerst nur blau und rot, mechanisch und Quartz), damit einhergehend ein leuchtenderes Blau beim entsprechenden Modell sowie der Einsatz des Powermatic_80-Werks bei der Dreizeigeruhr (hier abgebildet: Ref. T066.407.17.057.03). Die Wasserdichtheit beträgt unverändert 300m, der Durchmesser 42mm (48mm beim Chrono).

Chrono-Version, hier mit blauer Keramik-Lünette auf Basis C01.211 Seitliches Helium-Ventil ZB-Detail

Sonntag, April 13, 2014

Doxa: Cousteaus persönliche Sub 300T Sharkhunter


Nach all den Neuheiten der letzten Wochen kommt heute endlich wieder einmal ein Abstecher in die Vergangenheit dran. Und was für einer, denn das kriegt man nicht alle Tage zu sehen, geschweige denn in die Hände: Eine Doxa Sub 300T Sharkhunter “Aqualung/US Divers Co.”, die Cousteau getragen hat. Daneben sieht selbst die EMD-Version der Sub wie Massenware aus… ;-)

Das im wahrsten Sinne des Wortes einmalige Stück wurde anlässlich der Baselworld 2014 am Stand von Doxa gezeigt. Den Gehäuseboden ziert das Synchron-Logo.

Mehr über die Geschichte der Sub gibt’s hier: Link

Freitag, April 11, 2014

Oris: Aquis Red Limited Edition

Während bei Oris das Jahr 2013 mit dem Tiefenmesser und der Pointer Moon ganz im Zeichen der Taucheruhr stand, wurde 2014 vor allem das neue Inhouse-Kaliber zelebriert. Entsprechend zurückhaltend erwiesen sich verständlicherweise die Neuheiten mit Drehring. Nebst dem neuen Aquis Chronographen fiel dabei vor allem die bis 300m wasserdichte Aquis Red (Ref. 01 733 7653 4183) mit Krone links auf, die nicht nur farblich, sondern vor allem mit Bezug zum Roten Meer…

“Die Oris Aquis Red Limited Edition ist Teil unseres Engagements für Meeresschutz-Projekte und ist der fantastischen Unterwasserwelt des Roten Meeres gewidmet.”

…präsentiert wurde. Nicht bekannt ist, in welchem Umfang das Engagement stattfindet und vor allem, welche Stückzahl an Uhren aufgelegt wird. Dafür gibt’s eine Version mit Stahlband, eine mit Kautschukband. Im Innern der 43mm grossen Uhr tickt das SW200-1.

Alle Details gibt’s hier: Link

Donnerstag, April 10, 2014

Cuervo y Sobrinos: neue Robusta Manjuari 1882

2011 hat die Marke mit kubanischen Wurzeln erstmals das Modell Manjuari (Ref. 2808.1N) gezeigt, an der Baselworld 2014 folgte nun eine vereinfachte Version (Ref. 2808.1N3) ohne Grossdatum und zweiter Zeitanzeige. Geblieben sind Countdown-Lünette und 600m Wasserdichtheit, wie auch der namentliche Bezug zum kubanischen Knochenhecht. Für das 43mm grosse Gehäuse wurden Stahl, Titan und Kautschuk verwendet, im Innern kommt das Kal. 5102 auf Basis SW200-1 zum Einsatz.

Fazit: Der mittlerweile dritte Versuch von Cuervo y Sobrinos, eine Taucheruhr zu machen, ist bislang auch der beste, auch wenn’s punkto Schrift-Mix, Farbwahl und Funktion noch immer viele Fragezeichen gibt. Richtig cool wird’s dann vermutlich im Jahr 2017, wenn in diesem Takt weiterentwickelt wird…

Hersteller-Website: Link

Mittwoch, April 09, 2014

Ulysse Nardin: Neuer Marine Diver

Die Frischzellenkur bekommt dem bis 300 Meter wasserdichten Modell (Ref. 263-10-3/92) sehr gut: Insbesondere die zweistufigen Gehäuseflanken, das glatte Drehring-Inlay aus Aluminium und die überarbeitete Zifferblattgestaltung mit Lackierung fallen auf, und die asymmetrische Lünettenriffelung setzt dem Ganzen m.M. das i-Tüpfelchen auf.

Im Innern der 44mm grossen Uhr tickt weiterhin das Kal. 26 (ohne COSC-Zertifikat) mit Gangreserveanzeige und kleiner Sekunde. Vorerst zwei Farbversionen (blau/schwarz) wurden am Stand von Ulysse Nardin in Basel gezeigt.

Eine optisch identische 40mm Version rundet das Angebot vorerst ab, die sich trotz des Namens “Lady Diver” auch an Männer mit schmaleren Handgelenken richten soll. Hier würde sich ein gelegentlicher Namenswechsel zu “Marine Diver Medium” und “Marine Diver Large” o.ä. sicher lohnen.

Fazit: Wunderschöne Uhr. Mir persönlich ist der Marine Diver immer noch etwas zu elegant für eine Taucheruhr, aber ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man ein in sich stimmiges Modell erfolgreich weiterentwickelt. Schade ist, dass man mit dem charmanten Zifferblatt-Aufdruck “Automatique” nicht den Mut gefunden hat, konsequent in französischer Sprache weiterzumachen.

Weitere Informationen: Link

Dienstag, April 08, 2014

Baselworld 2014: Best in Show

Ein persönliches Fazit: 4 Tage vor Ort, 1‘069 Bilder von knapp 100 Neuheiten im Kasten und überdurchschnittlich viel Schwierigkeiten, eine Top-Ten-Liste der gezeigten Taucheruhren-Neuheiten zu machen. Vor allem, was die Plätze 8 bis 10 betrifft. Und eine Top-Five-Liste wäre vermutlich einfacher gewesen.

Die Messe insgesamt war etwas ruhiger als im Vorjahr, die kleinen Anbieter etwas nervöser, und fast alle erwarteten Neuheiten waren vor Ort (Ausnahmen: Citizen, Zodiac). Ebenfalls war einmal mehr spürbar, wie stark die Swatchgroup als Ganzes unterwegs ist, wieviel Zugkraft das Flaggschiff Omega entwickelt hat, dass Natobänder vollends zum Standard geworden sind und dass 2014 ganz der Farbe Blau gewidmet war. 

Top-Ten Baselworld 2014 (in absteigender Reihenfolge):

Omega Seamaster 300 Master Co-Axial – eine gestalterische Reise ins Jahr 1957 gepaart mit einem technologischen “Best of“ aus der Gegenwart der Marke; die Seamaster 300 Master Co-Axial lässt grundsätzlich wenig Wünsche offen, auch wenn der „Muss-ich-haben-Effekt“ (noch?) nicht unmittelbar an der Messe eingetreten ist. Einzig das Keramikgehäuse hat man Konzern-intern vorerst noch der Schwestermarke zugesprochen:
Blancpain Fifty Fathoms Bathyscaphe Chronograph Flyback – trotz längstem Namen und erneut unmöglicher Beleuchtung fürs Fotografieren: Auch die Chrono-Variante der 2013 vorgestellten Bathyscaph wird nach etwas Angewöhnungszeit schnell zu einer traumhaften Uhr. Und im Keramik-Gehäuse mit Textilband unmittelbar zum Hammer. Dazu kommt ein attraktives neues Schnellschwinger-Werk.
Tudor Heritage Black Bay – nach der roten Version im 2013 gibt’s heuer eine etwas klassischere Version mit blauen Akzenten. Die im Vergleich weisse Leuchtmasse ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass der vergilbte Vintage-Effekt selten zu mehr Klasse bei einer neuen Uhr geführt hat. Dafür dürfte die Wahl zwischen Pelagos und Black Bay jetzt noch etwas komplizierter geworden sein…
Rolex Sea-Dweller 4000 – in erster Linie ist es erstaunlich, dass Rolex einen Schritt rückwärts gemacht hat und zwischen Deepsea und Submariner nun doch wieder eine reguläre Sea-Dweller 4000 anbietet. In zweiter Linie handelt es sich trotz leichter Widersprüche um eine gelungene Modernisierung eines Klassikers. Leider dürften auch hier die überstehenden Bandanstösse nicht noch besser ans Gehäuse angepasst werden.
Edox Hydro Sub – das Standpersonal liess vermissen, was die auf lediglich 350 Stück limitierte Hydro Sub hat: Charme. Mit geöffnetem Kronenschutz eine mutige und sehr spezielle Uhr, mit (wie abgebildet) geschlossenem Schieber verliert die Neuheit aber gleich etwas zu stark an vertrauten Elementen. So wurden in den 70ern Taucheruhren gemacht, inkl. wenig sinnvollem ZB-Beschriftungen und der Lösung eines Problems, das noch nie eins war.
Girard Perregaux Sea Hawk III – auch bei GP funktioniert das Rezept mit der blauen Farbe bestens, und mit dem seit kurzer Zeit (optional) erhältlichen Stahlband dürfte der Sommer schon jetzt beginnen. - Die bislang sportlichste Version der Sea Hawk III und ein durchwegs erfreulicher Anblick.
Sinn U1000 B – in Frankfurt setzt man ebenfalls auf Blau, der stattliche Tauchchrono U1000 mit mattblauem Zifferblatt und Natoband wird in dieser Farbkombi so oft gebaut, wie er bis zum Jahresende bestellt wird.
Squale Master 600 – zwar ebenfalls keine eigentliche Neuheit mehr, aber die finalisierten 3 Farbversionen à 100 Stück haben nochmals an Attraktivität gewonnen, besonders die Version im eher grauen Bronze-Gehäuse. Und ein blaues Zifferblatt gibt’s natürlich auch (dann aber im Stahlgehäuse)…
Tissot Seastar 1000 – neues Keramik-Lünetten-Inlay, neues Werk und eine neue Farbe stehen der Uhrenfamilie gut. Eine unverändert sportliche Taucheruhr zum sportlichen Preis.

Mido Multifort Chrono – eine Uhr, die man gerne übersieht, aber bei zweitem Blick wenig Anlass zur Kritik liefert, kommt jetzt auch als Chrono. Mit schwarzem Gehäuse und blauer Leuchtmasse…

Grossansicht aller Bilder bei Klick.

Und damit die Frage an Sie: Was war Ihr persönliches Highlight der Baselworld 2014?

Montag, April 07, 2014

Verkehrte Design-Welt: N.O.A. versus Tendence


Im Jahr 2007 konnten wir erstmals über die Marke N.O.A. (None Of the Above) berichten, ein Jahr später über deren erstes Tauchermodell Scyllis (siehe Abbildung oben), das dem Thema – unabhängig von Geschmacks- und Funktionsfragen – visuell doch eine völlig neue Richtung gab (siehe Beitrag hier). Damals besonders auffallend: Die hochstehenden Indexe/Ziffern der innenliegenden Lünette, die das Glas quasi stützten.

Etwa zur selben Zeit machte sich in Lugano die Marke Tendence daran, “to create a watch like no other” – auch hier waren ähnliche Formensprachen zu sehen, aber ausschliesslich in Quartz-Modellen. Das hat sich nun geändert: Während N.O.A. den Quartz-Anteil in den letzten Jahren kontinuierlich erhöhte, stellte Tendence an der Baselworld 2014 dafür erstmals ein mechanisches Taucheruhrenmodell der Bunker-Reihe in mehreren Farben vor. Auffallend daran: Die charakteristischen Gestaltungsmerkmale wurden zu Gunsten eines generischeren Submariner-Designs spürbar abgeschwächt (mit einem der kürzesten Minutenzeiger ever).

Neuheit 2014: Tendence “Bunker”, weisse Ausführung Neuheit 2014: N.O.A. Taucheruhrenmodell in der 16.75 Kollektion

N.O.A. auf der anderen Seite präsentierte in diesem Jahr ein überarbeitetes Taucheruhrenmodell, das sich noch stärker an Tendence zu orientieren scheint. Oder mit anderen Worten: Die N.O.A.-Taucheruhr wäre ironischerweise der bessere Tendence-Entwurf gewesen...

Donnerstag, April 03, 2014

Girard-Perregaux: blaue Sea Hawk III


Was bei Tudor ja schon hervorragend funktioniert hat, sorgte auch am Messestand von Girard-Perregaux umgehend für eine äusserst attraktive Neuheit: Die 2012/13 lancierte Sea Hawk III, neu mit blauem Zifferblatt und zweifarbigem Lünetten-Inlay. Alle Infos zur Modellreihe gibt’s hier.

Mittwoch, April 02, 2014

Omega: Seamaster 300m Professional Chronograph GMT


Im Rahmen des vielbeachteten Launches der neuen Seamaster 300 gingen ein paar andere Neuheiten der Marke definitiv etwas unter. Wie schon im letzten Jahr ist davon erneut eine Erweiterung des klassischen 300m Chronographen betroffen, der nun erstmals als GMT-Version in zwei Farben angeboten wird (blau und schwarz). Der Durchmesser liegt bei 44mm, im Innern tickt das Kal. 3603.

Man beachte die beiden inneren Kreise des eher komplexen Zifferblatts, die durch die Totalisatoren gehen. Ebenfalls erfreulich: die matte Farbgestaltung im Vergleich zum eher glänzenden Schwestermodell.

Dienstag, April 01, 2014

Seiko: Prospex wird international


Während Seiko auf der einen Seite derzeit massiv daran arbeitet, die Distribution von Direkt-Importen stärker zu kontrollieren, wird auf der anderen Seite die bislang nur in Japan erhältliche Prospex-Linie für den internationalen Markt-Roll-out vorbereitet. Dazu gehören neue Modelle (bspw. Kinetic GMT "Tuna") und unnötigerweise auch ein neues X-Logo auf dem Zifferblatt. In Basel ausgestellt sind im Bereich der mechanischen Modelle die beiden “Monster” sowie das oben gezeigte Modell, von dem es ebenfalls noch eine geschwärzte Version gibt. Alle Uhren werden vom Kal. 4R36 (Stoppsekunde und über die Krone aufziehbar) angetrieben und sind bis 200m wasserdicht.

Der Durchmesser der beiden unten abgebildeten Tauchermodelle mit schwarzem PVD-Gehäuse liegt bei etwas mehr als 42mm, das Glas ist Hardlex. Grossansicht wie immer bei Klick:

SRP583K1 (Gold-Zeiger und –Krone, Metallband) SRP581K1 (blauer Drehring und Minutenzeiger, Kautschukband)

Montag, März 31, 2014

Visconti: eine Begegnung der anderen Art mit der Scuba Abyssus

Bei Obelix hiess es dann jeweils “die Spinnen, die Römer” – für uns heisst das zum Glück: Die mit Abstand ungewöhnlichste mechanische Taucheruhren-Neuheit an der diesjährigen Baselworld verdanken wir dem italienischen Hersteller Visconti.

Das bis 3’000 Meter wasserdichte Instrument namens “Scuba Abyssus” (Ref. W108) wird’s in drei Gehäuse-Versionen geben, alle sind jeweils auf 399 Exemplare limitiert.

Links abgebildet: in der Mitte (wie auch ganz oben) Stahl (Scuba Inox, Ref. W108-00-123-00), links davon Titan (Scuba Titan, Ref. W108-02-132-00) und ganz rechts Bronze (Scuba Bronze, Ref. W108-01-131-00). Für alle drei Versionen gibt’s ein Metallband im gleichen Material, auch wenn zwei der an der Messe gezeigten Uhren mit Lederband und Dornschliesse ausgestattet waren.

Bei 6 Uhr des 45mm grossen Monobloc-Gehäuses (48mm mit Krone) ist ein automatisches Heliumventil integriert worden, im Innern tickt das Kaliber A10-2 in “soignée” von Soprod, mit Gangreserveanzeige auf dem Zifferblatt.

Und damit zu den offensichtlicheren Besonderheiten:

Was normalerweise unter der Lünette ist, befindet sich hier draussen: Die Rastung der Lünette, hier Version Bronze. Idee dahinter: Der Mechanismus kann einfacher ausgespült werden. Ist der Schieber bei 4 Uhr unten… …, lässt sich die Lünette einstellen. Im geschlossenen Zustand ist sie blockiert.

Das auffälligste an der ohnehin schon auffälligen Uhr dürfte aber vermutlich die Krone bei 2 Uhr sein: Hier wurde ein Mechanismus des 1988 gestarteten Kerngeschäfts der Marke adaptiert – der patentierte Kappen-Verschluss bei Schreibgeräten.

Krone verschraubt… …und geöffnet. Gegenüberliegende Seitenansicht

Weitere Impressionen (Vorserienmodelle, Gehäuseboden noch nicht final, Grossansicht bei Klick):

Inox mit zweifarbigem ZB einfarbiges ZB Titan Dornschliesse mit “Rolle”
Titan mit Titan-Band Rückseite Monobloc-Gehäuse Inox

Sowohl Drehring als auch Hörner lassen sich entfernen:

Das Logo auf dem Zifferblatt steht in Zusammenhang mit einer Kooperation mit CNS International, welche der Abyssus zum entsprechendem Praxis-Einsatz verhilft. Preislich bewegt sich das italienische Over-Engineering um die 8’000.-, was vermutlich Euro meint.  

Fazit: Gerade in einem Jahr, da wieder einmal die (gnadenlos schönen) Re-Editionen von Klassikern die Messe zurecht beherrschen, ist ein dermassen gewagter Wurf ein ebenso erfrischender wie willkommener Kontrast. Trotz des durchwegs “extremen” Designs (vielleicht etwas nahe an der Hydroscaph) gewöhnt man sich erstaunlich schnell an etwas, das man schon fast als “Neo-Steampunk” bezeichnen könnte. Natürlich müsste man nicht alles  überdenken, was grundsätzlich funktioniert, aber wie öde wäre dann das ganze Thema… :-)

Sonntag, März 30, 2014

Edox: Hydro Sub “North Pole”


Eine Uhrenneuheit, die direkt aus den 70ern zu kommen scheint, ist die auf lediglich 350 Stück limitierte Edox Hydro Sub “North Pole” (Ref. 80201). Und als eine der definitiv ungewöhnlicheren(Taucheruhren-)Neuheiten an der diesjährigen Baselworld verdient sie es, ebenfalls hier noch etwas näher vorgestellt zu werden. Aus dem Pressetext:

“…anlässlich des 130. Firmenjubiläums […] wird auch in einer einzigartigen Nordpolexpedition eine besondere Rolle spielen. Mit einer limitierten Auflage von weltweit 350 Exemplaren ist die Edox Hydro Sub North Pole Limited Edition die offizielle Uhr der Abenteuerreise des Champions im Apnoetauchen Christian Redl und des australischen Fotografen Markus Fillinger zum geografischen Nordpol im Februar 2015.” Ziel der Übung: Der erste Apnoe-Tauchgang unter der Polkappe.

Der markante orangefarbene Schieber an der rechten Gehäuseseite blockiert übrigens nicht etwa den Drehring o.dgl., sondern überdeckt lediglich die Krone bei 4 Uhr; dazu nochmals der Pressetext:

“…zudem über einen einmaligen beweglichen Kronenschutz, mit dem die Krone von den extremen Bedingungen abgeschirmt wird,…”

Optisch sicherlich ein interessanter resp. ungewöhnlicher Ansatz, wenn auch die Funktion an sich natürlich übers Ziel hinaus schiesst. Und nach meinem Geschmack wirkt die Uhr besser mit geöffnetem Schieber. Die 49mm grosse Hydro Sub (46mm ohne Schieber) wird mit einem Metallarmband und einem orangefarbenem Lederarmband geliefert. Das als 802 bezeichnete Werk mit COSC-Zertifikat bleibt bis 500 Meter trocken.

Samstag, März 29, 2014

Sinn: Termin mit den Neuheiten 2014

Streng genommen gibt’s von Sinn zur Baselworld ja eigentlich nur eine Neuheit für Taucher: Der Einsatzzeitmesser 13 (EZM 13, rechts), dem man erstaunlicherweise die 13 gelassen hat (es gibt genügend Uhrenhersteller, die kein Risiko mit abergläubischen Kunden eingehen wollen). Der Taucher-Chrono mit 41,5mm grossem Gehäuse ist bis 500m wasserdicht, verfügt über eine Argon-Trockenkapsel und wird von einem Valjoux 7750 angetrieben (modifiziert und bei Sinn als SZ02 geführt).

Weniger streng genommen gibt’s dann aber noch einen Traum in blau: Die auch nach 6 Jahren unverändert beeindruckende U1000 im 44mm Gehäuse gibt’s erstmals als blaue Version U1000 B (EZM 6); wie schon bei der U200 B beträgt die Auflage genau so viele Exemplare, wie bis am 31.12.2014 bestellt werden. Als Antrieb der bis 1’000 Meter wasserdichten Uhr kommt ebenfalls das SZ02 zum Einsatz.

Und unabhängig davon ist der 44mm grosse EZM 9 Testaf trotz fliegerischem Verwendungszweck natürlich mehr als ein Hingucker, und dank 200m Wasserdichtheit ja auch zweckentfremdbar. Die 44mm grosse Uhr wird von einem SW200-1 angetrieben:

Und wenn wir schon einmal da sind (und so herzlich empfangen werden), soll’s auch von der 2013 vorgestellten T1 und T2 noch ein paar Bilder geben, die wir ja letztes Jahr nur frontal erwischt hatten:

Mehr Informationen zu den Sinn-Neuheiten 2014 gibt’s direkt beim Hersteller: Link